Werk von Bottroper Künstlerin ziert jetzt die Böckenhoffstraße

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Für die Künstlerin Renate Kraft-Mysliwietz ist es eine besondere Ehre: Ihre Illustration ziert neben der Titelseite des aktuellen Programmhefts „Theater und Konzerte“ des Kulturamts jetzt auch die Werbewand am Parkhaus Böckenhoffstraße. Auf vier mal sechs Metern macht eine Dame mit toupierter Hochsteckfrisur, ausladendem Reifrock und schwarzer Ballmaske auf die Spielzeit 2017/18 aufmerksam. „Das Bild in dieser Größe zu sehen ist wirklich gigantisch.“ Sonst müsse sich die Bottroperin bei der Malerei reduzieren. „Für Bilder in dieser Größe fehlt mir sonst der Platz“, sagt sie mit einem Lächeln. Ein geeigneter Ort hat sich gegenüber vom Martinszentrum gefunden.

Renate Kraft-Mysliwietz studierte Lehramt für Kunst und Sozialwissenschaften in Essen und unterrichtet seit 2006 an der Willy-Brand-Gesamtschule. Seit über 35 Jahren ist sie als freie Malerin tätig und hat an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen. Als Mitglied des Bottroper Künstlerbundes unterstützt sie aktiv die örtliche Kunstszene. „Ich probiere gerne Neues aus und bleibe in Bewegung.“ Beispielsweise bildete sie sich neben der klassischen Malerei in den Bereichen Buchbinderei und Siebdruck fort, schulte zur Mediendesignerin um und fotografiere „mit den Augen einer Malerin.“

Diese Mischung macht sich auch in ihrer Illustration bemerkbar. Der weinrote Vorhang im Hintergrund ist eine Fotografie, die sie vor einiger Zeit selbst aufnahm. Das Kostümbild stamme aus dem Fundus der Oper „Der fliegende Holländer“, die 2016 auf der Halde Haniel aufgeführt wurde. Die Umrisse habe sie auf einen speziellen Zusatzbildschirm am PC gemalt. Anschließend färbte sie die Zeichnung in Rottönen ein. Vorgaben vom Kulturamt gab es keine, allerdings viele Ideen. Ilse Ortmann, stellvertretende Kulturamtsleiterin, war von dem finalen Entwurf so begeistert, dass ihre Entscheidung schnell feststand. „Im gesamten Programmheft finden sich mehrfach Bildelemente wieder und sorgen auch auf den einzelnen Seiten für eine harmonische und liebevolle Gestaltung“, sagt Ortmann. An der Zeichnung arbeitete Kraft-Mysliwietz circa eineinhalb Stunden. „Wichtig ist, dass die Idee im Kopf geboren wird. Die Umsetzung geht dann schnell von der Hand."
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