Den Rechten keine Chance - Empfang zum 1. Mai der Stadt im Lichthof

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Bürgermeister Klaus Strehl (li.), der den erkrankten Oberbürgermeister Bernd Tischler vertrat, und der DGB-Vorsitzende Reinhard Thater. (Foto: Michael Kaprol)
Der traditionelle Empfang der Stadt für Gewerkschaftsfunktionäre, Betriebs- und Personalräte stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Kampfansagen gegen rechtsgerichtetes und nationalistisches Gedankengut. Ans Rednerpult traten Bürgermeister Klaus Strehl, der den erkrankten Oberbürgermeister Tischler vertrat, und Bottrops DGB-Vorsitzender Reinhard Thater.

„Wir sind viele, wir sind eins. Dieses einfache und klare Motto des DGB gefällt mir", erklärte Klaus Strehl. "Wir sollten es als Aufmunterung und gleichzeitig als Motivation betrachten, trotz der Attacken auf unsere Gesellschaft zusammenzustehen. Denn wir sind Viele gegen Wenige, die uns terrorisieren wollen. Dieses Motto sollte uns weiterhin Ansporn sein, uns noch eindringlicher für unsere Werte, für Gerechtigkeit und eine soziale Gesellschaft stark zu machen, damit rechtes Gedankengut hier auch in Zukunft keine Chance bekommt", so Klaus Strehl weiter.

Das große Thema in Bottrop aber bliebe nach wie vor der Kohleausstieg im kommenden Jahr. Auch in Zukunft werde die Stadt alles daran setzen, Bottrop zu einem nachhaltigen und innovativen Wirtschaftsstandort zu entwickeln.
Die für das Jahr 2020 geplante Schließung des Homann-Werkes in Bottrop sei ein Rückschlag auf diesem Weg: "Fast 200 gute, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze sollen in Bottrop und damit auch in unserem Land NRW abgebaut werden. Wenn auch erst im Jahre 2020, es tut weh! Denn als Stadt im Wandel müssen wir um jeden Arbeitsplatz in Bottrop kämpfen."

„Wir sind viele, wir sind eins! – das ist unsere Kampfansage an diejenigen die unsere Demokratie demontieren wollen. Ihr werdet unsere Gesellschaft nicht spalten", erklärte der DGB-Vorsitzende Reinhard Thater im Anschluss. Harsche Kritik hatte er in diesem Zusammenhang für die AfD parat: "Es geht ihnen nicht darum Probleme zu lösen. Nein, es werden Bedrohszenarien entworfen, Vorurteile bestärkt und Ängste der Kollegen geschürt. Ja es geht sogar soweit, dass die AFD ein vollkommen schiefes Bild unseres Landes entwirft. Hierdurch wird Deutschland in die Nähe einer Bananenrepublik gerückt, in der Demokratie, Justiz, Politik und Medien auf ganzer Linie versagen."

"Dieses Bild ist falsch und gefährlich. Wir leben in einem offenen Einwanderungsland, in dem alle die gleichen Chancen, Rechte und Pflichten haben. In dem es sozial gerecht für alle Menschen zugehen muss. Wir treten für den Rechtsstaat ein, in dem für alle die gleichen demokratischen Spielregeln gelten."
Bürgermeister Klaus Strehl (li.), der den erkrankten Oberbürgermeister Bernd Tischler vertrat, und der DGB-Vorsitzende Reinhard Thater. Foto: Kappi
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