4,5 Millionen Euro für HRW-Kompetenzzentrum

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Minister Duin informiert sich über die Möglichkeiten der Materialanalyse bei der HRW. Fotos: Kappi

Bottrop bekommt ein Kompetenzzentrum für zirkuläre Wertschöpfung. Angegliedert an der Hochschule Ruhr West sollen Methoden entwickelt werden, aus Abfällen Rohstoffe für neue Produkte zu gewinnen. Das NRW-Wirtschaftsministerium unterstützt das Kompetenzzentrum mit rund 4,5 Millionen Euro.

Zur Überreichung der Förderzusagen kam Wirtschaftsminister Garrelt Duin in die HRW. „Wir müssen Wachstum und Ressourcenverbrauch entkoppeln, sonst stoßen wir bald an unsere Grenzen“, sagte der Minister. Dies soll mit dem Kompetenzzentrum erreicht werden. Bereits bei der Produktentwicklung soll der Weg vorgezeichnet werden, was mit dem Materialien nach der Erstverwendung passieren wird. Mit Bottrop sei ein guter Standort für das Kompetenzzentrum gefunden, so Duin. „Die Region ist prädestiniert für die zirkuläre Wertschöpfung.“ Erfahrungen habe man bereits mit Abfällen im Bergbau gesammelt, die der chemischen Industrie als Grundstoffe dienen.

Duin setzt auf eine ganzheitliche Sichtweise. „Über das akademische Leben hinaus wollen wir das Thema popularisieren und die Köpfe hineinbringen“, so der Minister. Um Unternehmen für das Thema zu sensibilisieren und Netzwerke zu bilden, wird auf dem Gelände von Prosper III das „Prosper-Kolleg“ eingerichtet. Das Büro soll sich neben Netzwerkarbeit und Weiterbildungsangeboten zur zirkulären Wertschöpfung für regionale Unternehmen vor allem auf die Erforschung und Verbreitung zirkulärer Geschäftsmodelle konzentrieren.

Bottrops Bürgermeister Klaus Strehl sieht in dem Kompetenzzentrum einen wichtigen Baustein beim Umbau der Emscherlippe-Region. Die HRW sei ein verlässlicher Partner für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Prof. Dr.-Ing Gudrun Stockmanns, Präsidentin der Hochschule Ruhr West, sieht in dem neuen Kompetenzzentrum eine große Chance für Wissenschaft und Wirtschaft: Die HRW zeichne sich durch anwendungsorientierte Entwicklungen und praxisnahe Studien aus.
Woran an der HRW geforscht und gearbeitet wird, erfuhr Garrelt Duin bei einem Rundgang. In den Laboren werden Verfahren zur chemisch thermischen Analyse von Materialien entwickelt. Es werden Batterien konzipiert, deren Recycling gleich mitgedacht wird. In virtuellen Realitäten werden Produkte designt und Materialien werden sensorgestützt analysiert. In den Forschungsinteressen der HRW sehen die Beteiligten zahlreiche Schnittstellen zu dem neu hinzugekommenen Baustein der zirkuläre Wertschöpfung.
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