Bottroper Norden weiterhin von Fracking bedroht - LINKE wählte neuen Kreisvorstand

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„Hannelore Kraft hat zwar verkündet: ‚Solange ich in Nordrhein-Westfalen Ministerpräsidentin bin, wird es hier kein Fracking für die unkonventionelle Erdgasförderung geben.‘ Aber das Fracking-Moratorium in NRW ist Schnee von gestern, falls das Fracking-Gesetzespaket so verabschiedet würde, wie es die Große Koalition in den Bundestag eingebracht hat“, erklärte Hubertus Zdebel (Bildmitte), Mitglied des Umweltausschusses des Bundestages.

„Hannelore Kraft hat zwar verkündet: ‚Solange ich in Nordrhein-Westfalen Ministerpräsidentin bin, wird es hier kein Fracking für die unkonventionelle Erdgasförderung geben.‘ Aber das Fracking-Moratorium in NRW ist Schnee von gestern, falls das Fracking-Gesetzespaket so verabschiedet würde, wie es die Große Koalition in den Bundestag eingebracht hat“, erklärte Hubertus Zdebel, Mitglied des Umweltausschusses des Bundestages, am Freitag bei der Mitgliederversammlung der Bottroper LINKEN im Restaurant „Exil“. Betroffen hiervon wäre auch der Bottroper Norden, für den die Bezirksregierung Arnsberg der Thyssen Vermögensverwaltung vor drei Jahren eine Aufsuchungserlaubnis erteilt hatte.
Im Anschluss an den Vortrag von Zdebel wählte DIE LINKE Nicole Fritsche-Schmidt (36) und Günter Blocks (57) jeweils einstimmig zu ihren Kreissprechern.

Fracking demnächst auf 75 Prozent der Fläche Deutschlands erlaubt?

Schon nach den 2013 vorgelegten Plänen der damaligen schwarz-gelben Bundesregierung sollte Fracking auf 75 Prozent der Fläche Deutschlands erlaubt werden. „Daran hat sich auch in der Großen Koalition nichts Grundlegendes geändert, wie sich bei der Einbringung des Gesetzes im April dieses Jahres gezeigt hat. DIE LINKE tritt für ein konsequentes Fracking-Verbot ohne Ausnahmen ein und hat dazu als erste Fraktion einen Vorschlag zur Änderung des Bundesberggesetzes in den Bundestag eingebracht“, betonte Zdebel.

Aber selbst das könnte nicht reichen: Wenn die Freihandelsabkommen TTIP und CETA abgeschlossen würden, dann könnten die nordamerikanischen Ölkonzerne ihre Fracking-Erlaubnis auch darüber durchsetzen. Das zeige beispielhaft die mehrere Milliarden Euro umfassende Entschädigungsklage von Vattenfall auf Basis des EU-Energierechts gegen den deutschen Atomausstieg.

Blocks und Fritsche-Schmidt einstimmig zu Kreissprechern gewählt

Im Anschluss an Zdebels Vortrag wurde Nicole Fritsche-Schmidt, derzeit Bilanzbuchhalterin im Erziehungsurlaub, zur neuen Kreissprecherin der Bottroper LINKEN gewählt. Als ihre Themenschwerpunkte benannte sie „Anti-Kriegs-Politik, Antifa und Gleichstellung“.

Wiedergewählt als Kreissprecher wurde Günter Blocks, der als Projektleiter für die Integration von Bulgaren und Rumänen beim Kommunalen Integrationszentrum Essen tätig ist. Seiner Meinung nach ist DIE LINKE in Bottrop „auf einem guten Weg, die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung deutlich vernehmbar zur Geltung zu bringen“.

Wiedergewählt als Kreisschatzmeisterin wurde die frühere Pfarramtssekretärin Siegrid Ehlers (65).
Weitere Mitglieder des neuen Kreisvorstands sind die frühere Buchhalterin Roswitha Busch (64), der für die Ratsgruppe tätige Maximilian Brüggemann (21) und Bezirksvertreter Dieter Polz (62).

Als Landesrats- und Landesparteitagsdelegierte gewählt wurden die beiden Kreissprecher Fritsche-Schmidt und Blocks.
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3 Kommentare
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Patrick Engels aus Bottrop | 22.11.2015 | 11:22  
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Matthias Gellner aus Bottrop | 22.11.2015 | 14:56  
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Jürgen Fehst aus Gladbeck | 22.11.2015 | 15:01  
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