Licht und Transparenz - Im nächsten Jahr beginnen die Arbeiten für die Erweiterung des Kulturzentrums

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So sieht der Kulturhof aktuell aus. Das neue Forum wird auf der linken Seite entstehen, ein Glasgang verbindet es mit dem Eingang in das Kulturzentrum. Der dadurch entstehende Innenhof soll im Sommer auch für Open-Air-Veranstaltungen genutzt werden. (Foto: Michael Kaprol)

Bottrop macht sich weiter hübsch. Im nächsten Jahr sollen die Arbeiten für die Erweiterung des Kulturzentrums beginnen. Wo heute noch Autos parken, entsteht dann ein begrünter Innenhof, der zum Verweilen einlädt, aber auch Platz für Open-Air-Veranstaltungen bietet.

Eine Findungskommission musste die Vorentscheidung zwischen drei Entwürfen treffen. Die Wahl fiel dabei auf die Vorschläge des Architekturbüros Heinrich Böll aus Essen. Dessen Pläne sehen den Neubau eines Kulturforums vor, das mit einem Glasgang mit dem Eingangsbereich der Bibliothek – der ebenfalls neu gestaltet wird – verbunden ist. Das Forum und der Gang fassen den Kulturhof ein, wodurch ein Innenhof entsteht. Der soll begrünt und mit Bänken ausgestattet werden. Das Forum bekommt – ähnlich wie das Museum Quadrat – Lichtschächte, durch die das Licht von oben in den Raum fällt. Hier werden sowohl die Städtische Galerie als auch das junge museum ihren Platz finden. „Die Freude bei den Bottroper Künstlern ist schon riesengroß“, sagt Kulturamtsleiter Dieter Wollek.

Im Frühjahr nächsten Jahres sollen die Arbeiten auf dem zurzeit als Parkplatz genutzten Kulturhof beginnen. Die Bauarbeiten werden rund anderthalb Jahre dauern, so dass für Ende 2018 die Eröffnung geplant ist. Mit dem Anbau erhält das Kulturzentrum einen neuen Haupteingang. Von dort aus verzweigen sich die Wege zur Bibliothek, der VHS, dem Kammerkonzertsaal und dem neuen Kulturforum. In dem Eingangsfoyer werden eine Cafeteria, die Theaterkasse und das automatische Ausleihsystem der Bücherei integriert. Die Fläche des Anbaus beträgt rund 750 Quadratmeter, 1.955.000 Euro soll das Projekt kosten, das Land steuert Fördermittel in Höhe von 2.100.000 Euro bei. Die endgültige Entscheidung fällt in der Sitzung des Hauptausschusses am 3. Mai.

Die Funktionalität des Raumes sowie die gelungene technische und gestalterische Umsetzung hätten die Findungskommission überzeugt, sagt Oberbürgermeister Bernd Tischler. „Die einzelnen Bereiche des Kulturzentrums können unabhängig von den jeweiligen Öffnungszeiten genutzt werden.“

„Was mir besonders gefällt ist die Außengestaltung“, sagt die Vorsitzende des Kulturausschusses, Bürgermeisterin Monika Budke. Ihr Kollege Klaus Strehl lobt die „optimale Erreichbarkeit“ und betont: „Der alte Baumbestand bleibt erhalten.“
„Auch energetisch werden wir uns deutlich verbessern“, weist Kämmerer Willi Loeven auf die Einsparung von Energiekosten hin. Das junge museum verfügt aktuell nur über Nachtspeicherheizungen und die Dämmung lässt zu wünschen übrig.
Der Wegfall der Parkplätze könne durch das benachbarte Parkhaus kompensiert werden, so Klaus Strehl. „Wir werden Kontakt mit dem Betreiber aufnehmen, ob die Öffnungszeiten verlängert werden können.“
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