Bestattungen werden teurer

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Die Bestattungsgebühren sollen erneut erhöht werden. Foto: Petra Schmidt /pixelio (Foto: Petra Schmidt /pixelio)

Bestattungen auf den sieben städtischen Friedhöfen sollen ab 1. Januar 2014 teurer werden. Durchschnittlich werden sich die Kosten für eine Bestattung um zehn Prozent erhöhen. Dies sieht ein Beschluss vor, über den der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr während seiner nächsten Sitzung am Donnerstag (5. Dezember) entscheidet.

„Wir sind verpflichtet, kostendeckende Gebühren zu nehmen, und falls Verluste angefallen sind, sind wir ebenfalls verpflichtet, diese über die nächsten vier Jahre auszugleichen“, begründet der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt die geplanten Gebührenerhöhungen.
So muss 2014 eine aus dem Jahr 2010 stammende Kostenunterdeckung von rund 120.000 Euro ausgeglichen werden. Außerdem sei 2011 das Gebührensystem erneuert worden, was bewirkt habe, dass der Grünwertanteil von zehn auf 20,78 Prozent gestiegen sei, so Dobrindt. Dieser Anteil beziffert die Summe, die nicht in die Gebührenkalkulation mit einbezogen werden darf, da Friedhöfe auch als Parkanlagen gelten.
Dies führt nun dazu, dass ab 2014 beispielsweise ein Reihengrab 1.739 Euro (2013 waren es 1.528 Euro) und ein Urnengrab 927 Euro (2013: 815 Euro) kosten sollen.
Klaus Breuer, Leiter des Bereichs Stadtgrün und Friedhofswesen, nennt als weitere Gründe unter anderem einen allgemeinen Rückgang der Bestattungen sowie einen Wandel von der Erdbestattung mit Sarg zur Urnenbestattung. „Außerdem müssen auch wir jede Teuerungsrate, wie zum Beispiel Inflation, wieder umlegen“, ergänzt er.
Trotz der Erhöhungen werde man im Vergleich mit den Nachbarstädten aber nicht an der Spitze liegen, so Dobrindt. Von Kosten im gehobenen Mittelfeld spricht Breuer. Sowohl er als auch Dobrindt betonen, dass mit den steigenden Gebühren nicht der städtische Haushalt saniert werden solle.
Nach den bereits erfolgten Erhöhungen in den letzten Jahren könnte auch die geplante nicht die letzte sein. „Wir sehen das erst einmal für 2014 vor. Dann werden wir feststellen, ob dies ausge­reicht hat. Aber ich gehe davon aus, dass wir nicht ohne weitere Erhöhungen auskommen werden“, wirft Dobrindt einen Blick über das Jahr 2014 hinaus.
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