Finanzsituation beim Jugendamt Dortmund

Aufgrund der großen jährlichen Nachforderungen in den letzten Jahren ist das Jugendamt aktuell quartalsweise aufgefordert Berichte über seine finanziellen Verhältnisse den politischen Gremien vorzulegen. Das komplette Jugendamt verfügt über ein Finanzvolumen von etwa 300 000 000 Euros (für 2014).
Dazu der Kinder- und Jugendpolitische CDU-Sprecher im Rat Christian Barrenbrügge: "Es ist deutlich zu sehen, dass mit der Einstellung eines kaufmännischen Amtsleiters strukturelle Verbesserungen greifen, allerdings der Weg zu verantwortlichem und wohldosiertem Finanzeinsatz noch sehr weit zu sein scheint. Erneute Mehraufwendungen im Budget der "Hilfen zur Erziehung" hofft man durch Kosteneinsparungen bei den Kosten für die minderjährige Flüchtlinge erzielen zu können. Dieses Unterfangen ist höchst risikoreich, da in der Vergangenheit das Land NRW nie 100 % der Kosten refinanzierte und die Stadt immer draufzahlte! Woher der Optimismus kommt, der das derzeit stark sparende Land NRW gerade jetzt und für Dortmund seine Prinzipien ändert, kann nur ein Wahrsager wissen. Schlussendlich lauert nur hier allein ein Delta von 1,5 Millionen Euros."
Neben diesen Schwierigkeiten die nur zu einem kleinen Teil hausgemacht sind, addieren sich allerdings Praktiken, die ein nötiges Fingerspitzengefühl nicht erkennen lassen. Es lassen sich mehrere vierfarbige Hochglanzbroschüren finden; z.B., ein 36 Seiten starkes Heftchen, das stark bebildert eine Tagung (3.Kinderschutz-Konferenz) zusammenfasst und jegliches Verhältnis von Kosten und Nutzen verkennen läßt!
"Ebenfalls ist die Jugendamtsspitze während der letzten Kinder- und Jugendausschusssitzung nicht in der Lage gewesen zu erklären, warum im Familienprojekt - eine ausgelagerte Jugendamtsabteilung - innerhalb eines Jahres von 2011 auf 2012 bei gleichgebliebenem Personalbestand von rechnerischen 25,5 Stellen, der Personalkostenbedarf um über 5% gestiegen ist. Diese Steigerung ist so nicht mit Tariferhöhungen nachzuvollziehen und die Erklärung steht noch aus. Hoffentlich werden denkbare Parallelen zum Presseamt mit abteilungsweiter Gehaltserhöhung nicht offenbar. Dieser Vorgang ist umso erstaunlicher, da seit Jahren politisch angestrebt wird, den städtischen Personalkostenapparat eigentlich zu reduzieren! Daher gilt auch für das Jugendamt: Es muss noch viel deutlicher seine hauseigenen Kosten auf den Kopf stellen, nicht zielführende Vorhaben und Projekte hinterfragen und ggbf. einstellen, damit das verbleibende vorhandene Geld vermehrt sinnvoll und zielgerichtet bei den notleidenden Kindern und hilfebedürftigen Jugendlichen ankommt und nicht intern liegen bleibt", so Barrenbrügge abschließend

Autor:

Christian Barrenbrügge aus Dortmund-Ost

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