Jetzt ist auch Back Pro insolvent - Maschinen nach Hörde?

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Auch für Back Pro ist jetzt der Hammer gefallen, ds Insolvenzverfahren eröffnet. Doch Betriebsrat und Gewerkschaft zweifeln an der Rechtmäßigkeit. (Foto: Thorben Wengert/Pixelio.de)

Am Montag, 29.April, 9.59 Uhr ist vom Amtsgericht Dortmund das Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der Back Pro Backwarenvertriebs GmbH (Geschäftsführer: Peter Stahnke, Bergkamen) angeordnet worden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Achim Thomas Thiele, Lissaboner Allee 1, 44269 Dortmund bestellt.

Peter Stahnke hat heute, Dienstag, 30. April, die Beschäftigten in Bergkamen ohne Beteilung des Betriebsrats gekündigt. Ab dem 1. Mai soll der Betrieb stillgelegt werden. Maschinen und Ausstattungen aus Bergkamen werden nach Aussage der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) vermutlich derzeit nach Hörde abtransportiert.

Die Filial-Beschäftigten der Back Pro Vertrieb haben am Freitag letzter Woche eine Mitteilung erhalten, dass sie rückwirkend seit dem 15. April in der Westermann Lünen und Dortmund beschäftigt sind. Unterschrift: "Feldkamp" Offensichtlich sollen sie nicht durch die Insolvenz betroffen sein.

Anfang April hatte Stahnkes Ehefrau, Geschäftsführerin der Back Pro Filial GmbH, elf von 14 Filialen der insolventen Bäckerei Frank Feldkamp gekauft.
Stahnke teilte den gekündigten Beschäftigten der Produktionsstätte Bergkamen schriftlich mit, dass er aus wirtschaftlichen Gründen Insolvenz anmelden musste. Die Beschäftigten sind unwiderruflich von der Arbeit bis zur Kündigungsfrist freigestellt worden. Der Betriebsrat wurde bei den Kündigungen übergangen.

Die Kündigungen sind unrechtmäßig, da der Betriebsrat nicht beteiligt wurde. Auch hatte der Betriebsrat keinerlei Informationen über den Insolvenzantrag und die Betriebsschließung. Sascha Hartung, Betriebsratsvorsitzender: „Wir wissen alle nicht, was wir machen sollen und sind völlig ratlos. Es kann doch nicht sein, dass wir von heut auf morgen auf die Strasse gesetzt werden. Gestern haben wir noch gearbeitet, jetzt müssen wir alle Zuhause bleiben. Dies ist ungeheuerlich.“

Manfred Sträter, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), kritisiert die
Vorgehensweise von Herrn Stahnke als menschenverachtend. Bereits vor der Übernahme am 1.11.2012 hatte NGG öffentlich vor Stahnke und Feldkamp („Ein mieser Chef“) gewarnt. „Unsere schlimmsten Befürchtungen sind eingetroffen. Es ist an der Zeit, dass sich ein Staatsanwalt mit diesem Gebaren beschäftigt!“.

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