Cafe Hand in Hand bricht mit einem Tabu-Thema:

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Sabine Lappe von Pfeklgedienst Dorothea stellte Hilfsmittel bei Inkontinenz vor und zeigte die Untzerschiede auf.
Dortmund: Ev. Gemeindehaus Nette |

Über Inkontinenz und geeignete Hilfsmittel spricht Mann und Frau bekanntlich nicht, schon gar nicht in der Öffentlichkeit.
Nicht so im Cafe Hand in Hand, dem beliebten offenen Senioren-Cafe im Ev. Gemeindehaus Nette.

Im Rahmen der weltweiten Kontinenzwoche 2016 Ende Juni informierte Sabine Lappe vom Pflegedienst Dorothea über geeignete Hilfsmittel deren Anwendung und wie Betroffene an ärztliche Verordnungen gelangen.
Schnell wurde unter den Besucherinnen und Besuchern aber auch eine weitere Problematik angesprochen:
Menschen mit Inkontinenz ziehen sich rasch aus der Öffentlichkeit zurück, wenn Blasenprobleme auftreten.
Familienfeiern werden nicht mehr besucht oder die Teilnahme an Veranstaltungen beispielsweise in der Kirchengemeinde, in Seniorenbegegnungsstätten oder sonstigen öffentlichen Angeboten werden gemieden, weil die Betroffenen befürchten, dass ihre Inkontinenz sichtbare Spuren hinterlassen könnten.
Die Angst vor den Folgen einer Blasenschwäche aufgrund der fehlenden, notwendigen Hilfsmittel muss aber zumindest in Nette zukünftig niemanden mehr davon abhalten, an Gottesdiensten oder den Treffen der Frauenhilfen bzw des Cafes Hand in Hand im Netter Gemeindehaus teilzunehmen.
Einfache aber sichere Vorlagen werden – Dank einer Spende des Pflegedienstes Dorothea – unauffällig auf den Toiletten bereit liegen.
„So selbstverständlich wir Toilettenpapier auf den Stillen Örtchen zu finden ist, sollten überall
auch geeignete Vorlagen für Menschen mit Inkontinenz zu finden sein. Angefangen von den Toiletten in Gemeinde- und Bürgerhäusern, in Gaststätten und auf Raststätten“, findet Thomas Brandt vom Seniorenbüro Mengede.
Schließlich ist Inkontinenz kein Thema nur für Senioren oder gar Frauen, sondern findet sich in der gesamten Breite unserer Gesellschaft wieder, jeder 10 Bürger kennt das Problem der Blasenschwäche.
Entsprechend intensiv war bei den ca. 15 BesucherInnen im Cafe Hand in Hand die Diskussion und der Austausch untereinander, so dass zumindest an diesem Nachmittag ein Tabu gebrochen werden konnte.
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