Langeoog vor Corona
Erinnerungen an einen Urlaubstag auf Langeoog die Perle im Meer

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Erinnerung an Langeoog

Wir waren sehr früh in Bensersiel dem Hafen von dem die Fähre nach Langeoog übersetzt. Es war die erste Fährfahrt an diesem Morgen. Nordseewetter – unten Wasser, oben Wasser. Meine Frau und ich mit unserem Hund gehen bei Wind und Wetter raus, da macht es uns nichts aus bei diesem Wetter zur Insel rüber zu setzen. Wir zahlten die Überfahrt einschließlich dem Zugtransfer vom Hafen zum Bahnhof und staunten nicht schlecht das wir für unseren Hund den vollen Preis eines Erwachsenen zahlen mussten.

Es waren ganz wenige Leute an Bord als die Fähre los machte und durch dem Priel Richtung Langeoog fuhr. Vor uns ein junger Mann der täglich die Fähre nutzte um mit seinem Rad zur Arbeit zu fahren. Was für ein toller Arbeitsweg.

Die Ruhe auf der Fähre, kein Geschrei, kein lautes Gespräch, der Diesel brummte, die Wellen vom Fahrwasser plätscherten gegen das Schiff und Möwen kreischten. Den Priel konnten wir anhand der Markierungen erahnen. Ein Kutter kam uns entgegen, wohl vom nächtlichen Fang, der fuhr zum Hafen.

Etwas Dieselgeruch schwenkte über das Außendeck, ich war die ganze Zeit dort, Frau, Schwiegertochter und Sohn waren im Gästeraum des Schiffes. Höhepunkt war das Anlegen im Hafen Langeoog. Das Wasser schäumte seitlich und hinten, wühlte das Hafenbecken auf. Helfer machten die Fähre fest und wir gingen über ein Konstrukt zum Bahnsteig wo der Zug schon wartete.

Es war ein bunter Zug, eine Diesellok von danach ein gelber, roter, blauer grüner Waggon, ein tolles Bild. Wir bestiegen den blauen Waggon und ich blieb auf dem offenen Bremsstand weil ich Fotos machen wollte.

Nach wenigen Minuten tuckerte der Zug los, neben uns eine Straße und dann fuhr der Zug durch ein Naturschutzgebiet. Mir stockte der Atem – nach so vielen Jahren sah ich Kiebitze, diese Vögel hatte ich vor vielen, vielen Jahren zuletzt gesehen und hier wurden die Tiere wieder angesiedelt.

Ich kam mir kurz in meine Jungendzeit versetzt. Als ich vor dem Elternhaus stand, neben meinem Vater der zum Acker zeigte. „ Wenn die Kiebitze kommen wird es Frühling, das sind Bodenbrüter, dann wird es warm.“ Sagte er zu mir.

Am Flughafen vorbei, der Hauptstraße rechtsseitig fuhr der Zug in den Bahnhof ein. Wir ließen uns Zeit beim Aussteigen, mit Rücksicht auf unseren Hund, damit niemand über ihn stolpert oder das Tier verletzt.

Vor dem Bahnhof eine Idylle, da standen Pferdefuhrwerke, eines schöner als das Andere. Wir aber wollten laufen, Richtung offene See zum Strand.

Kurz durch den Ort, den teils noch geschlossenen Geschäften gingen wir am Wasserturm vorbei durch die Dünen. Welch ein grandioser Anblick in Worten kaum wieder zugeben. Die Wege sind naturbelassen, meist Sandwege, manchmal liegen Bretter dort. Gutes Schuhwerk macht hier Sinn, zumal Wasser von oben kam.

Wir kamen zum Strand, dieser ist unterteilt in „Strand für Menschen“ und „Strand für Hunde“. Der Hundestrand war wie leergefegt. Wir waren ganz alleine dort.
Wie ein Traum, nur die Wellen plätschern, sonst nur Ruhe und Natur. Aus der Ferne war ein Schiffshorn zu hören. Sonst nur Ruhe.

Später gingen wir in den Ort zurück der nun sehr viel belebter war. Die Preise in den Restaurants sind angemessen, man muss ja bedenken das alles vom Festland zur Insel rüber geschafft werden muss.

In der Kirche setzten wir uns später hin. Ruhten uns aus. Der Ort der Ruhe zeigte in Bildern das harte Leben der Menschen hier wie es früher war und vielleicht sogar noch ist.

Zum Späten Nachmittag gingen wir zum Bahnhof Langeoog stiegen in den Zug und fuhren zum Hafen. Der Zug war im Gegensatz zum Morgen gut gefüllt und genau so gefüllt war die Fähre. Da verstand man das eigene Wort nicht mehr. Dicht gedrängt waren die Leute im Schiffsinneren.

Damals war Corrona kein Begriff.

Daheim angekommen saßen wir abends noch auf der Veranda des Ferienhauses und redeten über den wirklich schönen Tag auf der Insel.

Ein Glas Rotwein am Abend erquickend und labend. Wir wollten gerade eine CD abspielen als vom Nachbarhaus Gitarrenmusik herüberschallte und der Gesang von jungen Leutem.

„ Kein schöner Land in dieser Zeit als wie das unsere weit und breit....“

Wie kann solch ein toller Tag noch besser enden ? Wenn jetzt die tüben Tage beginnen sehen wir, meine Frau und ich, diese Bilder an und denken zurück - wie schön dieser eine Tag war.

Ich habe diesem Artikel ein paar Bilder zugefügt, denn die Eindrücke dieser wundervollen Insel kann ich nicht in Worten fassen.

Autor:

Theodor Riphaus aus Dortmund-West

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