Repaircafe Nette seit einem Jahr am Start

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Unter diesem Logo arbeitet seit einem Jahr auch das Repaircafe Nette. Es ist eines von mittlerweile 750 Repaircafes in 18 Ländern weltweit.
 
Auch sie kam am 29.08. 2014 zur eröffnung und brachte neben guten Wünschen - quasi als Geschenk - ein defektes Radio mit: Brigitte Zörner, Sozialdezernentin der Stadt Dortmund.
Dortmund: Ev. Gemeindehaus Nette | Auf ein erfolgreiches Jahr blicken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ersten RepairCafes in Dortmund zurück.
„Mit einem solchen Zuspruch hätten wir im Traum nicht gerechnet, Wartezeiten für eine Reparatur von 3 und mehr Monaten sind die Folge“, so Thomas Brandt vom Seniorenbüro Mengede und einer der Mitinitiatoren des RepairCafes Nette.
Alle 6-7 Wochen heißt es für die 24 engagierten ehrenamtlichen Reparateure:
Tische und Stühle rücken im Ev. Gemeindesaal in der Joachim Neander Str. 3-5, Verlegung der Verlängerungskabel, Aufbau von kleinen Lampen und sortieren des Werkzeugs bis die ersten angemeldeten Bürger mit ihren defekten Geräten kommen.
Und sie kamen:
Aus dem gesamten Stadtgebiet und bisweilen weit darüber hinaus.
Ense in der Nähe des Möhnesees war gleich zu Beginn der am weitesten gereiste Besucher, um seinen Cassettenrecorder wieder ans Laufen zu bekommen.
Das Ergebnis aller Reparaturbemühungen, die stets mit dem Besitzer erfolgten kann sich sehen lassen:

An 9 Freitagnachmittagen bzw Samstagvormittagen oder umgerechnet in 36 Stunden wurden 202 Geräte aufgeschraubt, inspiziert und nach Möglichkeit wieder repariert, was in 134 Fällen (!) gelang.
Dies geschah zum Teil in zeitaufwendigen Reparaturen, durch Einbau von Ersatzteilen, diese hatten eine Wiedervorstellung zur Folge.
Manchmal musste aber auch nur geölt, gereinigt oder kräftig gepustet werden um den Staubsauger, die Uhr oder die Kaffeemaschine wieder ans laufen zu bringen.
In 31 Fällen konnten die Mitarbeiter eine Fachfirma empfehlen, in 37 weiteren lautete das Urteil: leider nicht reparabel.

Kleinere Wartezeiten konnten Dank der Unterstützung ebenfalls von Ehrenamtlichen, die sich um die Versorgung mit Kaffee, Kaltgetränken, Keksen, Kuchen oder Brötchen kümmerten, überbrückt werden.
So blieb auch Zeit für persönliche Gespräche und Tipps konnten untereinander ausgetauscht werden.
Übrigens:
Reparaturen in Repaircafes sind kostenfrei, lediglich die Ersatzteile müssen gezahlt werden.
Dennoch freute sich das Spendenschwein „Lisa“ am Ausgang stets über den ein oder anderen gespendeten Euro.

Die Initiatoren des Netter Repaircafes Werner Schardien (Aktionsraumbeauftragter der Stadt Dortmund für Nette), Pfarrerin Renate Jäckel und Thomas Brandt schauen hoffnungsvoll in die Zukunft:

Eine Anfrage des WDR 5 anlässlich des Radiotages im Herbst in der DASA bescheren dem Netter Repaircafe eine Zusatzschicht vor Ort (nähere Einzelheiten erfolgen in Kürze) und
die TU Dortmund wählte das RepairCafe neben 3 weiteren für eine Beteiligung im Rahmen einer Projektbeantragung aus. Hierbei geht es um den möglichen Einsatz von 3-D Druckern in RepairCafes.

Nach so viel Einsatz darf natürlich ein kräftiges Dankeschön nach einem Jahr erfolgreicher arbeit nicht fehlen.
Aus diesem Anlass luden die 3 hauptamtlichen Initiatoren die 24 engagierten, ehrenamtlichen Akteure im Anschluß an das RepairCafe vom vergangenen Freitag
(14.08) zu einem gemeinsamen Essen in das nahegelegene Schloß Westhusen ein.
Dort empfing sie der Küchenchef mit einem reichhaltigen Bufett.
Dabei wurden natürlich auch wieder neue Ideen ausgetauscht und Termine für das kommende Jahr festgelegt.

Interessenten für eine Mitarbeit im Repaircafe Nette sind stets herzlich willkommen und dürfen sich - genauso wie Bürger mit Reparaturbedarf - im Seniorenbüro Mengede/Thomas Brandt (jeweils montags von 10-12 Uhr unter Tel: 47 70 77 60) oder bei Werner Schardien (mo-fr unter Tel: 50 280 30) melden.
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