Der Weg ins Ehrenamt

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Bernd Hübbers, Ute Dickel, Martin Gurk, Beate Mekes und Herbert Richter (v.l.) vom Verein Düsseldorf-aktiv.net. Foto: vos

Seit über zehn Jahren gibt es den Verein Düsseldorf-aktiv.net, der unabhängig und überparteilich Freiwillige ins Ehrenamt vermittelt.

Mehr als jeder Dritte in Deutschland - rund 31 Millionen Menschen - engagiert sich ehrenamtlich oder freiwillig. Zum 13. Mal würdigt das die Woche des Bürgerschaftlichen Engagements unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten vom 8. bis zum 17. September mit zahlreichen Aktionen. Die Bereitschaft, sich ehrenamtlich in vielen Bereichen einzubringen, ist offensichtlich recht verbreitet. Doch wie findet jemand Interessiertes eigentlich heraus, wo sein Engagement ganz dringend gebraucht werden könnte?

Unabhängig 

Wer etwa auf der Internetseite der Stadt beim Thema "Bürgerschaftliches Engagement" nachsieht, findet dort gleich mehrere sogenannte Ehrenamtsbörsen. So bieten sowohl die Wohlfahrtsorganisation der katholischen Kirche, die Caritas, als auch die der evangelischen, die Diakonie, entsprechende Börsen oder auch die Arbeiterwohlfahrt oder das Deutsche Rote Kreuz diese an. "Manche Menschen, die sich engagieren wollen, wollen aber nicht unbedingt etwas mit Kirchen oder bestimmten Organisationen zu tun haben", erklärt Heike Ambaum, Sprecherin des Vereins Duesseldorf-aktiv.net. Daher entstand im Januar 2006 zunächst als Projekt die Online-Ehrenamtsbörse des Vereins. "Wir sind die einzige unabhängige Online-Börse für ehrenamtliches Engagement in Düsseldorf", sagt Ambaum. Man habe damals für Transparenz beim Ehrenamt sorgen, die vielfältigen Möglichkeiten des Engagements in Düsseldorf aufzeigen und Orientierung bieten wollen, erklärt die Sprecherin. Es habe damals kein vereinsübergreifendes Forum für die Ausschreibung von ehrenamtlichen Stellen in Düsseldorf gegeben. "Wir stehen damit dann für wirklich alle Bürger, die sich in der Stadt engagieren wollen", sagt sie. Über 200 Gesuche für ehrenamtliche Stellen vor allem von kleineren und mittleren Unternehmen, Vereinen, Verbänden und anderen Organisationen finden sich derzeit in der Online-Stellenbörse.


Suche nach Stadtteilen möglich 

Dabei können Interessierte nach bestimmten Stichworten suchen oder auch nach Rubriken wie "Gesundheit", "Jugendliche", "Umweltschutz" oder "Migranten" filtern, um nur ein paar zu nennen. Auch die Suche nach Ehrenamtsstellen in bestimmten Stadtteilen ist möglich. "Wir haben bereits viele zusammenbringen können", sagt Ambaum. Wie viele genau, könne man zwar nicht sagen, da die Interessenten sich immer direkt an die suchenden Organisationen wendeten, aber es gebe einige Erfolgsgeschichten und positive Rückmeldungen, erklärt Ambaum. "Jedenfalls haben wir über 800 Stellen in der Zeit ausgeschrieben, davon manche als 'Daueraushang'. Und unsere Klickstatistik, die wir seit fünf Jahren führen, weist rund eine Million Klicks aus, das sind fast 600 am Tag." Auch eine Beratung für Menschen, die sich engagieren wollen, persönlich in einer Sprechstunde am Sitz des Vereins im Stadtteilzentrum Bilk oder am Telefon, bietet der Verein an.
"Wir sehen uns natürlich nicht als Konkurrenten mit anderen Ehrenamtsbörsen", erklärt Ambaum. Das Portal biete nur einen anderen überparteilichen und überkonfessionellen Zugang und man tausche sich natürlich auch mit den anderen aus. Die Online-Börse bildet dann auch immer noch den Kern des Vereins, in dem sich rund 25 Düsseldorfer engagieren - natürlich ehrenamtlich. Mittlerweile sind aber noch Bereiche hinzugekommen. So kümmert sich Duesseldorf-aktiv.net auch um die Neubürger in Düsseldorf. "Und zwar um alle.

Neubürgertreffen

Egal, ob sie gerade aus Köln hergezogen sind oder aus Syrien flüchten mussten", sagt die Sprecherin. Und so ergänzen heute ein monatliches Neubürgertreffen, ein Ausflugsprogramm und die wöchentliche Moderation von Gesprächskreisen unter anderem bei der VHS und an der Universität die Arbeit des Vereins.
Infos gibt es im Internet-Auftritt des Vereins unter www.duesseldorf-aktiv.net. 


Von Volker Budinger
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