Ein Leben für die Innung

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Heiner Pristorius Schützlinge zeigten ihre Arbeiten bei der Verabschiedung des Obermeisters im Berufsbildungs- und Technologiezentrum
  Heiner Pistorius verlässt die Maler- und Lackierer


Am Wochenende wurde Heiner Pistorius, der langjährige Obermeister der Maler- und Lackiererinnung in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Pistorius drängte es, nachdem er den väterlichen Betrieb Ende der 1960er Jahre übernommen hatte, schon nach wenigen Jahren in den Vorstand der Innung. Unter seiner Obhut entwickelte sich die Maler- und Lackiererinnung mit ihren fast 200 Betrieben zu der bedeutendsten in Nordrhein-Westfalen. Für ihn waren es spannende 50 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit, quasi ein Leben für die Innung.

Dicht gedrängt stehen die Menschen im Saal des Berufsbildungs- und Technologiezentrums, um dem hochgeachteten Obermeister des Düsseldorfer Handwerks ihre Ehre zu erweisen. Wichtige Persönlichkeiten aus der Kommunalpolitik, dem Handel und des Handwerks wollten es nicht versäumen, Heiner Pistorius für seine Arbeit, die er für die Innung, als auch für Düsseldorf geleistet hat, zu danken. So brachte es der Präsident der Handwerkskammer, Andreas Ehlert, auf den Punkt: „Der Mann hat alles erlebt, was man in Handwerkskreisen erleben kann!“ Neben der Festigung der Innung, wie es Pistorius selber sagt, lagen ihm besonders die Auszubildenden am Herzen. So baute er in seiner Amtszeit nicht nur die überbetriebliche Lehrwerkstatt zum Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) aus, sondern machte sich hauptsächlich für die Förderung von begabten Auszubildenden im Fachbereich Farbe stark. Dieses Engagement stellte auch Bürgermeister Friedrich Conzen in den Vordergrund: „Innerhalb der Lehre solche Anreize zu schaffen, ist einfach eine tolle Idee.“ „Wie sie das umgesetzt haben, ist absolut beeindruckend“, meint Conzen. Nach seiner Auffassung kann man neidisch werden, wenn man das BTZ betritt. Der ganz große Standard dieses Hauses ist hier zu spüren und der Bürgermeister führt weiter aus: „Wir brauchen keine Angst vor der Zukunft zu haben, das sieht man schon an der Beteiligung der jungen Menschen. Es gibt noch Menschen die sich ehrenamtlich dem Nachwuchs und den Kollegen widmen. Das ist nicht nur für die Innung, sondern auch für Düsseldorf gut.“
Kein besseres Miteinander
Die Ehrung der zehn männlichen und der einzigen weiblichen Begabten des Gewerbes an diesem Vormittag im BTZ gab mit der Verabschiedung von Obermeister Heiner Pistorius den gebührenden Rahmen. Dies sah der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Farbe - Gestaltung - Bautenschutz, Rainer Huke, ebenso: „Es hätte kein besseres Miteinander geben können, als die Verabschiedung und die Ehrung der Begabten auf ein und denselben Tag zu legen.“ Die Gespräche mit Pistorius bezeichnete Huke als kritisch konstruktiv und sehr wertvoll. „Er hat seine Ziele für die Mitglieder konsequent verfolgt“ führt Huke aus und ergänzt, „mit der Einführung der Begabtenförderung ist der Grundstein für die Zukunft des Handwerks gelegt worden. Ich werde ein Auge darauf werfen, ob ihr Erbe nicht vergeudet wird.“ Und Kreishandwerksmeister Thomas Dopheide stellt fest, dass es zwar Zeit ist, Abschied zu nehmen, jedoch eines steht fest: „Sie waren immer da und sie waren immer die Lokomotive der überbetrieblichen Lehrwerkstatt.“ Dopheide macht deutlich, dass alles Geschaffene weiterleben wird. „Es wird immer ihren Namen tragen“, so der Kreishandwerksmeister. Der Nachfolger im Amt des Obermeisters, Jörg Schmitz, übereichte dem Jubilar ein Ölgemälde eines Düsseldorfer Malers. Zum ersten Mal in der Geschichte der Maler- und Lackiererinnung wurde ein Obermeister zum Ehrenobermeister ernannt. Dass Jörg Schmitz das Jackett von Heiner Pitorius beschädigte, als er ihm die Ehrennadel ans Revers steckte, tat der guten Stimmung keinen Abbruch.
Die Elf
Die elf stolzen Auszubildenden: Timmy Azahaf, Jochen Beller, Christian Hagedorn, Alexander Jansen, Andre Kellner, Marco Masciullo, Pia Möller, Justin Rabiega, Matthias Redlich, Nils Voskuhl, Anil Yasar erhielten aus der Hand des neuen Obermeisters Jörg Schmitz und des Leiters des Berufsbildungs- und Technologiezentrums, Hans Voss, Urkunden und Gutscheine. „Sie haben alles gegeben und das Ergebnis kann sich sehen lassen“, so Schmitz. Die Wände des Saales waren mit den Arbeiten der elf versehen, die nach den Ehrungen feierlich enthüllt wurden.
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