Nähe trifft Freiheit: Neue Stadtmarke für Düsseldorf

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Düsseldorf soll sich ab 2018 als Stadtmarke positionieren. Florian Bünning, Leiter Markenstrategie der Düsseldorf Marketing GmbH (DM), DM-Geschäftsführer Frank Schrader und Thorben Meier, Leiter Markenkommunikation DM, (v.l.) präsentierten nun den neuen Slogan der Stadt. Mehr auf Seite 4. ^Foto: vos

Eine neuen Stadtmarkenstrategie soll Düsseldorf ab Januar ein einheitliches Auftreten verschaffen. Positive Assoziationen und mehr Sympathie für die Stadt soll das neue Konzept wecken, das sich daran orientiert wie sich Städte wie Berlin und Wien vermarkten.

Befragungen im In- und Ausland, Image-Analysen und mehr haben die Macher der Düsseldorf Marketing GmbH (DM) in den vergangenen zwei Jahren ausgewertet - mit "erschreckendem Ergebnis", sagt Frank Schrader, Geschäftsführer der DM. "Wir haben herausgefunden, dass Düsseldorf als wenig sympathisch wahrgenommen wird", sagt er. Dem will man nun mit einer bis ins Detail durchkomponierten neuen Stadtmarkenstrategie entgegentreten und Düsseldorf als eine positive Marke "branden".
Im Zentrum des Konzepts steht der Claim "Düsseldorf - Nähe trifft Freiheit" oder in der internationalen englischen Version: "Düsseldorf - Live close, Feel free". Ab Januar soll der in rot und blau gehaltene Schriftzug nun auf allen Plakaten, Schriftstücken und sonstigen Publikationen - analog und digital - erscheinen und "Düsseldorf als zentralen Markenabsender" identifizieren.
Ein neues eigenes Corporate Design mit einer eigens entwickelten Schriftart und einer "freien" Positionierung der Überschriften, die dann auch mal über den Rand hinauslaufen, gehört dazu. Ebenso soll der Internetauftritt der Stadt bereits ab Januar im neuen Design erscheinen. Und auch alle Behörden, Ämter und öffentliche Einrichtungen der Stadt wie Bädergesellschaft, Schauspielhaus, Tonhalle oder Aqua-Zoo sollen sich "in der ersten Gestaltungsebene" dem Konzept unterordnen und damit die Marke Düsseldorf auch international etablieren - und der Stadt damit ein positives, freies Image verschaffen, erklären die Macher.
Tatsächlich sei Düsseldorf damit die erste Großstadt in Deutschland, die sich mit den Attributen "nah" und "frei" identifiziere, erklärt auch Florian Bünning, Leiter Markenstrategie der DM. Berlin etwa assoziere sich mit Freiheit, aber nicht mit Nähe, Städte wie München mit Nähe, aber nicht mit Freiheit. Als frei und nah gelten aber etwa Städte wie Kopenhagen und Amsterdam.
Bei Befragungen sei der neue Claim überwiegend positiv wahrgenommen worden, heißt es von der DM. Insgesamt habe man in den vergangenen zwei Jahren 280.000 Euro in die Entwicklung investiert, an der unter anderem die Werbe- und Design-Agenturen KW43 und dmc beteiligt waren - aber auch viel Bürgerbeteiligung eingeflossen sei.

(Volker Budinger)
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