Invasion Rheinpark Emmerich

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Emmerich am Rhein: Rheinpark | Invasion auf 51° 82“ N, 006°24“ E um 1313 UTC

Es war der 25 September 2013. Eine Gruppe Schaulustiger hatte sich am Plafond des Anlegers eingefunden. Noch war alles neu. Noch ahnte niemand, was kommen würde.
An Bord des weiß-blau gestrichenen Invasionsschiffes sah es unverdächtig aus. Sollte die Farbe nur Tarnung sein? Als kämen sie aus dem verbündeten Süden. Doch sie waren flussaufwärts gekommen, aus Richtung Meer.
Sie hatten erst nur zwei dieser schwarzen Vehikel an Deck. Am Deck der INVADO, wie sie ihr Schiff nannten.
Einer von ihren Leuten nahm ein Steuergerät für den Greifarm in die Hand. Der andere legte vorsichtig Trageschlaufen um das kleinere der beiden schwarzen Vehikel.
Ich dachte mir nichts Besonderes dabei. War nur neugierig. Etwas, wie es halt im Leben passiert. Was Neues, was schnell vergessen ist oder was wir vergessen, weil wir uns keine Sorgen machen wollen.

Gestern sah ich das Invasionsmobil wieder. Dann noch eins. Und heute sah ich eins vor dem Rathaus. Wer weiß, wie viele noch kommen.

Jetzt haben sie es geschafft, jetzt sind sie mitten unter uns.
Vieles hat man schon ausgehalten: SUVs in der Fußgängerzone, geräuschlos anschleichende Pedelecs auf der Promenade, Fahrgastschiffe ‚all inclusive‘.

Aber dass diese jetzt vom Fluss angelandet werden, muss doch einen Grund haben. Sind sie den vom Land kommenden gleich? War es nur Tarnung. Damit sie, einmal entladen, nicht so auffielen? Was verbarg ihr Inneres?
Der Stechmücke sieht man ja auch nicht an, ob sie die Malaria in sich trägt.

Vielleicht ist alles halb so schlimm. Auf jeden Fall soll nicht verschwiegen sein, was damals zu sehen war. Nicht, dass es später heißt …

Bruno Woda, Emmerich, 51° 82“ N, 006° 24“ E
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