Zäher Vogel in Praest - Der Brudermeister machts

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Die geballte Faust zeigte der neue König Wolfgang Schmitz. Hier mit seiner Frau Karin und Sohn Luca. Foto: Jörg Terbrüggen

Da hatte Vogelbauer Bernhard Epping aber ganze Arbeit geleistet. Der Vogel am Schießstand der Praester Schützen genoss seinen Platz in luftiger Höhe und brachte die beiden Königsbewerber schier zur Verzweiflung. Bis der Brudermeister dem Ganzen ein Ende setzte.

Es waren nicht die Geier, die über dem hölzernen Federvieh kreisten. Aber zwei Bussarde drehten für kurze Zeit ihre Kreise über dem hölzernen Vogel. „Wenn alles glatt läuft, kann er beim 50. Schuss unten sein“, hatte Schießmeister Rolf Rademacher noch zu Beginn gesagt. Doch es sollte alles ganz anders kommen.
Zunächst schien es für lange Zeit, dass sich nur ein Königsbewerber dem Zweikampf stellen wollte. Swen Ricken hatte seinen Hut in den Ring geworfen. Kurz vor knapp entschied sich dann auch der Brudermeister Wolfgang Schmitz um die Königswürde mit zu schießen. Um 13.17 Uhr machte Swen Ricken den Anfang. Doch schon recht bald mussten die beiden Kontrahenten feststellen, dass mit diesem Vogel nicht zu spaßen ist.
Trotz sommerlichen Temperaturen gefiel ihm der Platz an der Sonne. Hier und dort ließ er mal ein paar Spähne fallen, senkte sich leicht zur Seite, hatte aber dennoch alles fest im Griff. Die beiden Schützen konnten machen was sie wollten, der Vogel zeigte kaum Reaktion. „Mann ist der zäh“, entfuhr es Brudermeister Wolfgang Schmitz. Swen Ricken raufte sich gleich mehrmals die Haare. Zweimal stand er kurz davor, der Vogel wackelte, blieb aber noch oben.
Erst mit dem 158. Schuss beendete um 14.02 Uhr der 50-jährige Volksbänker Wolfgang Schmitz den Wettstreit. Direkt im ersten Anlauf hatte er es geschafft. „Ich bin immer noch ziemlich aufgeregt“, bemerkte er nach dem goldenen Treffer. Seine Ehefrau fiel ihm jubelnd in die Arme. „Ich habe immer nur gedacht, hoffentlich holt er das Ding mal runter.“ Zuvor hatten bereits andere Schützen gejubelt. Frederik Hüsken als Gast der Hüthumer St. Georg-Schützen hatte den Reichsapfel geschossen, Schießmeister Rolf Rademacher das Zepter. Den Kopf sicherte sich Michael Divis, die Flügel teilten sich Theo Wissing (rechts) und Peter Schau. Neuer Jungschützenkönig wurde übrigens Simon Wawrzyniak.
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