Haßlinghauser Gynäkologe veröffentlicht Thriller "Spinnenbiss"

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Dr. Hans W. Cramer, Arzt und Buchautor aus Haßlinghausen. Heute erscheint sein dritter Thriller "Spinnenbiss". Foto: Jarych

Wer Schreikämpfe bekommt, wenn er eine Spinne sieht, sollte sich in Acht nehmen. Denn die kleinen Tierchen spielen eine zentrale Rolle in Dr. Hans W. Cramers neuem Thriller "Spinnenbiss". Ab heute ist das Buch erhältlich.

Es ist bereits der dritte Thriller aus der Feder des Sprockhövelers. Diesmal geht es um täuschend echt aussehende Spinnen, die plötzlich an öffentlichen Orten auftauchen. Brisant wird es, als tatsächlich Menschen durch Spinnenbissen sterben. Als die Nichte von Sabine ebenfalls gebissen wird, nehmen die drei Freunde Sabine, Philo und Raster aus Dortmund die Ermittlungen auf. Dabei stoßen sie auf illegale Tierverkäufe, Menschenhandel, und auch ihr Leben gerät in Gefahr.


"Aus meinen Büchern fließt nicht das Blut"

Wichtig ist dem Autor, dass seine Bücher zwar spannend sind, "aber aus ihnen fließt nicht das Blut!" In seinem neuen Thriller geht es um den Gegensatz zwischen totalem Egoismus und Geldgier auf der einen Seite und Menschen, die sich für andere einsetzen auf der anderen. Großen Wert legt der Mediziner darauf, dass die Persönlichkeiten der Protagonisten und deren Entwicklung gut dargestellt sind. Das ist auch der Anknüpfungspunkt zu seinem Thriller "Wer Sünde sät" aus dem Jahr 2016. Hier hatte das schräge Trio Sabine, Philo und Raster erstmalig ermittelt. "Kritiker hatten beklagt, dass die Protagonisten zu unscharf dargestellt werden", berichtet Cramer. Aber das war Absicht, sollten diese Personen und ihre Probleme eben erst im nächsten Titel näher beleuchtet werden. In diesem Sinne baut "Spinnenbiss" zwar auf "Wer Sünde sät" auf, ist aber eine in sich abgeschlossene Geschichte.
Mit der Veröffentlichung seines dritten Buches geht für Cramer ein Traum in Erfüllung. "Ich habe schon als Jugendlicher leidenschaftlich gerne geschrieben. Damals waren es Kurzgeschichten, Märchen und Gedichte."


Nach dem Abi wollte er Schriftsteller werden

Als er nach dem Abitur mit dem Gedanken spielte, Schriftsteller zu werden, intervenierte sein Vater. "Davon kannst Du nicht leben", hatte er damals seinem Sohn gesagt - und der nahm die Einwände ernst und begann ein Medizinstudium. Seit 1992 ist er niedergelassener Gynäkologe, zunächst in Niedersprockhövel, seit nunmehr fast 20 Jahren in Haßlinghausen. "Ich bin gerne Arzt", sagt er, kam aber dennoch nie vom Schreiben los. Vor sieben Jahren ermunterte ihn ein Freund, der für einen Verlag arbeitet, seine Werke auch zu veröffentlichen. Mit viel Glück fand Cramer schnell einen Verlag, der sein erstes Buch herausbrachte. Das zweite und dritte Buch sind nun im Gmeiner-Verlag erschienen, der für Krimis im deutschsprachigen Raum steht.
Dass seine Thriller einen Bezug zu Dortmund haben, ist schnell erklärt: Dort hat Cramer seine Facharzt-Ausbildung absolviert, fühlt sich noch immer mit der Stadt sehr verbunden. Aber auch die anderen Orte in seinen Geschichten kennt der 55-Jährige. "Mir ist wichtig, dass ich gesehen habe, worüber ich schreibe." Am liebsten widmet er sich dem Schreiben in Griechenland. "Ein-, zweimal im Jahr fahre ich dorthin und mache den ganzen Tag nichts anderes als Schreiben." Zuhause findet er selten die Ruhe, neben seiner Frauenarzt-Praxis kommt er nur am Wochenende hin und wieder dazu. Seine schärfste Kritikerin ist seine Frau. Die liest als erstes, was ihr Mann geschrieben hat. Sie war es auch, die Cramer auf die Idee von "Spinnenbiss" gebracht hat. "Sie erzählte mir vor circa zwei Jahren, dass eine Spinne auf einem Rastplatz einen Großeinsatz ausgelöst hat. Dabei handelte es sich um eine Plastikspinne. Diese Geschichte ließ mich nicht mehr los."

Lesungen

- Premierenlesung aus "Spinnenbiss" am 8. Juli, 18 Uhr in der Bärenapotheke Haßlinghausen, Tickets kosten zehn Euro inklusive Verkostung; Anmeldung unter Tel. 02339/92010.
- Lesung "Spinnenbiss" am 22. Juli, 18 Uhr im Café Z, Haßlinghausen. Anmeldung unter Tel. 02339/9291030.
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