Pfänderschießen erfordert Glück und Geschick

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Am Ende zog der Vogel den Kürzeren: Die Teilnehmer des Pfänderschießens und Bürgermeisterin Imke Heymann hatten eine Menge Spaß beim Milsper Schützenverein. (Foto: Svenja Kruse)
Ennepetal: Schützenverein |

Stefan Gellert hat im wahrsten Sinne des Wortes den Vogel abgeschossen:Beim Willi-Münchner-Pokalschießen des Milsper Schützenvereins zerlegte der für den Freistaat Oberbauer angetretene Schütze mit dem insgesamt 416. Schuss den Rumpf des Holzfliegers.

„In dieser Disziplin kommt es weniger auf das Können der Teilnehmer als vielmehr auf Glück an“, weiß der erste Vorsitzende Peter Voß. Sicherlich sollte man auf das richtige Pfand zielen, wann die Einzelteile allerdings zerbrechen, das kann man nicht vorher sehen. Umso spannender wurde es, als der Rumpf des Vogels mehr und mehr anfing zu wackeln, hin und wieder in eine andere Richtung schwankte, aber partout nicht fallen wollte. Mit zunehmendem Schwanken schien auch das Publikum neben dem Schießstand bemerklich ruhiger zu werden, könnte der Vogel doch im nächsten Moment gänzlich zum Erliegen kommen und ausgelassener Jubel einsetzen.

Der Pokal ging nach Oberbauer

Stefan Gellert freute sich am Ende über den Triumph und gemeinsam mit seinen Teamkolleginnen und Kollegen darüber, dass der begehrte Wanderpokal nun für ein Jahr in Oberbauer zu bestaunen ist. Die weiteren Pfänderschützen in diesem Jahr hießen Annette Altena (Kopf), Volker Voigtmann (Zepter), Michael Westenberg (Reichsapfel), Erich Hegel (rechter Flügel), Frank Hartmann (linker Flügel). Allesamt erhielten im Rahmen der Siegerehrung einen kleinen Pokal.
Seit mittlerweile mehr als 40 Jahren veranstaltet der MSV, der 1926 mit den Wittensteiner Schützen fundierte, das Willi-Münchner-Pokalschießen. Der damalige erste Vorsitzende der Schützen stiftete die große Wandertrophäe für die Sieger, dessen Podest mittlerweile etwa ebenso viele Namen eingraviert sind. „Willi Münchner wollte die Gemeinschaft der Vereine aus Ennepetal und Umgebung stärken, damals allerdings noch auf Wettkampfbasis“, erläutert Ulla Bauer die Historie der Veranstaltung. „Heute ist es eher eine Veranstaltung bei der der Spaß und natürlich Glück im Vordergrund stehen“, schließlich zieht es immer wieder rund 60 Aktive in die Anlagen am Gimmelsberg. Acht Teams, darunter zwei Mannschaften des Shanty-Chores, der ASV Gutfang, der ACAS, die Nachbarschaften Wittenstein und Linderhausen, die Feuerwehr Külchen sowie der Freistaat Oberbauer waren diesmal mit von der Partie, machten das Pfänderschießen wieder einmal zu einer spannend-spaßigen Veranstaltung in netter Gesellschaft mit den Milsper Schützen.
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