Graffiti 2.0 – Deutschland sprüht vor Lebensfreude

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THG-Schüler brachten jungen Kanadiern ihre Heimat näher

Bilinguales Lernen – Lernen in zwei Sprachen. Für fast zwei Drittel der Schüler am Theodor-Heuss-Gymnasium ist das eine Selbstverständlichkeit - ist es doch bei Englisch als Weltsprache naheligend. Es geht aber auch anders herum. Das konnten jetzt drei THGler an der Chief Peguis Junior High School in Winnipeg erleben. Hier wird Deutsch als Sprache des Bilingualen Zuges vermittelt. Zwei Wochen lang waren sie zu Gast in einem Klassenzimmer der sechsten Jahrgangsstufe in Kanada. Niklas Dittert war einer von denen, die das bilinguale Programm in Manitobas Provinzhauptstadt tatkräftig unterstützten.

„Dass jugendliche Muttersprachler mit den Schülern arbeiten, motiviert die kanadischen Deutschlerner sehr. Da werden selbst die Bundesländer oder geographische Besonderheiten Deutschlands zum unterrichtlichen Highlight“, sagt Maren König, Bundesprogrammlehrkraft vor Ort. Die bilingualen Sechstklässler tauschten im Zuge des Projekts mit den Praktikanten des Theodor-Heuss-Gymnasiums ihre Stifte gegen Sprühdosen und ihre Schreibhefte gegen eine große Leinwand ein.

Dank der Unterstützung des Generalkonsulates der Bundesrepublik Deutschland in Toronto ließ sich auch das Graffiti 2.0 Projekt realisieren. Eifrig wurden die Umrisse Deutschlands und seiner Nachbarländer skizziert, um ein möglichst akkurates Graffiti sprayen zu können. Die jungen Graffitikünstler waren sehr engagiert und konzentriert bei der Sache. Ganz nebenbei waren sie zu richten Geographieexperten geworden, die stolz ihre Graffitis gestalteten und präsentierten.
Die Endergebnisse zieren nun das Schulfoyer und das Klassenzimmer der Chief Peguis Junior High School.
Auch die Grundschüler des bilingualen Programms freuten sich in den vergangenen Wochen ganz besonders auf den Deutschunterricht. Das lag insbesondere an Greta Klaassen und Till Pitzke. Sie stiegen schnell zu den neuen „Lieblingspraktikanten“ der Donwood Grundschüler auf.
„Das wird so cool heute“, schwärmte eine Schülerin und freute sich auf das Bemalen einer Deutschlandkarte und den Einsatz ihrer selbstgebastelten Schablonen. Neben der Nord- und Ostsee wurde besonders die deutsche Hauptstadt im Unterricht der Klasse 2/3 behandelt. Die junge Nachwuchslehrerin hatte keine Schwierigkeiten, die Aufmerksamkeit der kanadischen Deutschlerner zu bekommen. Schließlich ist sie eine echte Deutsche, deren Unterricht sehr viel Spaß macht.
Wo die deutsche Bundeskanzlerin wohnt, wissen aber auch die Schüler der Klasse 3/4. „Frau Merkel wohnt in Berlin“ sprudelt es aus einem Viertklässler, der stolz ergänzt, dass Berlin im Westen von Deutschland liegt. Der Fokus im Deutschunterricht in der Klasse 3/4 lag auf der geographischen Beschreibung der Deutschlandkarte anhand der vier Himmelsrichtungen.
Bevor die Pinsel geschwungen wurden und die Ölfarben über die Leinwände verliefen, galt es fleißig zu pauken, welche Nachbarstaaten an Deutschland angrenzen. „Till gestaltet den Unterricht selbstständig und ansprechend“ lobte Karen von Hacht, Klassenlehrerin der Klasse 3/4.
Die Schüler der Donwood Grundschule stellten ihre Ergebnisse ebenfalls in den Galerien der Schule aus. Stolz erklärten stolz im Vorbeigehen, welches Nachbarland, welchen Fluss oder welche Stadt sie gemalt haben und wo sie liegen.

Maren König
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