Mit gutem Beispiel voran: Aufbauspieler Chris Alexander kann mit guten statistischen Werten aufwarten, doch vor allem in den Bereichen Führungsspieler und Spielkontrolle ist auch bei ihm reichlich Luft nach oben. (Foto: Foto: Stadtspiegel/Gohl)
Zahlen lügen nicht. Vor allem nicht im Basketball. Für fast jeden Bereich des Spiels gibt es eine eigene Statistik und die legt vor dem spielfreien Wochenende der Wohnbau Baskets in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A schonungslos offen, dass das Team von Trainer Igor Krizanovic vor allem in Sachen Reboundarbeit nachbessern muss.
Wenn Aufbauspieler Chris Alexander mit sechs Rebounds pro Spiel der beste Essener in dieser Statistik ist, dann sagt das eine Menge über die Arbeit der Center und großen Flügelspieler der Wohnbau Baskets unter dem eigenen und dem gegnerischen Korb aus. Coach Igor Krizanovic: „Wir haben auch in dieser Saison nicht die athletischste Mannschaft und daher haben wir das Problem mit den Rebounds ein wenig aus der alten Saison mit rübergenommen. Daher müssen wir um jeden Rebound kämpfen und das haben wir bisher nicht genug getan.“
Eine klare Ansage an das komplette Team, sich noch mehr zu engagieren und vor allem in der Defensive noch mehr Energie zu investieren. „Wir müssen dort die „Eins-gegen-Eins-Situationen“ vermeiden und aushelfen und als Team agieren. Dass diese Absprachen zu Beginn einer Saison noch nicht reibungslos klappen, ist aber auch klar.“
Doch nicht nur in Sachen Reboundarbeit sieht Krizanovic in seiner Mannschaft noch reichlich Luft nach oben. So muss das gesamte Teamplay deutlich besser werden und jeder einzelne Akteur kann noch besser spielen. „Wir haben in diesem Jahr den Luxus erstmals fünf Importspieler im Kader zu haben. Doch dahinter darf sich keiner verstecken. Jeder muss in seinen Minuten Vollgas geben, ansonsten bekommen wir ein Problem.
Zwei, denen das trotz der Niederlagen gegen Crailsheim und den Saar Pfalz Braves und vor allem beim Sieg gegen Ehningen bisher noch am besten gelungen ist, sind Aufbauspieler Chris Alexander und Flügelakteur Marco Buljevic. Doch auch mit den Vorstellungen des Duos ist Krizanovic noch nicht vollständig zufrieden. „Vor allem von Chris muss noch mehr kommen. Nicht unbedingt bei den Punkten, sondern eher in seiner Art das Spiel zu lenken und die Mannschaft zu leiten. Aber auch das sind Punkte, die wachsen müssen.“
Gleiches gilt für die persönliche Entwicklung von Buljevic. „Marco hat sein Spiel in dieser Saison auf eine neue Ebene gehoben und hart an sich gearbeitet. Doch ein großer Spieler hat auch eine entsprechende Persönlichkeit und übernimmt Verantwortung auch außerhalb des Feldes. Dort ist Marco noch ein wenig zu still, aber ich bin mir sicher, dass kommt auch noch in naher Zukunft.“
Insgesamt präsentiert sich für Krizanovic die Liga nach drei Spieltagen so ausgeglichen, wie er sie im Vorfeld der Saison erwartet hat. „Lediglich mit Leiterhofen fällt eine Mannschaft nach unten ein wenig ab. Alle anderen Mannschaften agieren aktuell fast auf einem Niveau. Ich denke, erst Ende Oktober, Anfang November wird sich wirklich herauskristallisieren, wohin die Reise für jede Mannschaft geht.“
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