Neujahrsempfang der CDU

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Gruppenfoto für den KURIER (v.l.): Heinz-Georg Anschott (Vorsitzender der Geno Bank Essen), Oberbürgermeister Thomas Kufen, Julia Klöckner (stellv. Bundesvorsitzende der CDU), Manfred Kuhmichel (Bezirksbürgermeister der Ruhrhalbinsel und Vorsitzender der CDU Burgaltendorf) und CDU-Ratsfrau Walburga Isenmann Foto: Lukas
 
Kurz nach der Veranstaltung nahm sich Julia Klöckner noch Zeit für ein kurzes Gespräch mit KURIER-Mitarbeiterin Sabine Beisken. Foto: Lukas
Julia Klöckner, stellv. Bundesvorsitzende der CDU, zu Gast bei der CDU Burgaltendorf

Bezirksbürgermeister Manfred Kuhmichel sah Dienstagabend so richtig glücklich aus. Als Vorsitzender der CDU Burgaltendorf konnte er zahlreiche Mitglieder sowie hochkarätige Gäste begrüßen, die der Einladung zum traditionellen Neujahrsempfang der Dorfunion in die Geschäftsräume der Geno Bank gefolgt waren.

Von Sabine Beisken

In den ersten Reihen der Zuhörer saßen u.a. Essens OB Thomas Kufen, Stadtkämmerer Lars Martin Klieve, Ratsfrau Walburga Isenmann und Ratsherr Hans-Dirk Vogt, der Vorstandsvorsitzende der Geno Bank Hans-Georg Anschott sowie Essens Polizeipräsident Frank Richter und der Chef der Essener Messe Oliver P. Kuhrt.
Mit besonders charmanter Begrüßung wurde Gerhard Witzel, Pfarrer im Ruhestand und 51 Jahre Mitglied der CDU, willkommen geheißen. „Da haben wir ja einen besonders guten Draht nach oben, damit sich viele Wünsche für 2017 erfüllen!“, scherzte Manfred Kuhmichel bestens gelaunt.
Er hatte auch allen Grund dazu, denn Julia Klöckner hatte den langen Weg von Bad Kreuznach nach Burgaltendorf gefunden, um zum Jahreswechsel zu den Gästen zu sprechen. Das neue Jahr sei ein Wendepunkt, gebe Gelegenheit, Bilanz zu ziehen. Sie lobte die Stadt Essen ausdrücklich dafür, im vergangenen Jahr einen ausgeglichenen Haushalt erreicht zu haben. Geld zurücklegen zu können, Schulden abzubauen, sei auch ein Zeichen von Nachhaltigkeit. „Wir müssen an nachfolgende Generationen denken, Verantwortung für unser Land übernehmen!“, sagte Klöckner.
Besonders am Herzen lag Julia Klöckner das Thema Sicherheit, zurzeit in aller Munde. „Das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung ist ein sehr subjektives Empfinden“, erklärte sie. In diesem Zusammenhang verwies Klöckner auf den aktuellen Beschluss des CDU-Bundesvorstandes vom 13.1. mit dem Titel „Für Freiheit und Sicherheit durch einen starken Staat!“.
Es gehe darum, Sicherheitslücken, die den Kriminellen helfen, zu erkennen, diese weitestgehend zu schließen und „vor allem die zu schützen, die uns schützen, die unsere Demokratie auf der Straße verteidigen“, sagte sie im Hinblick auf die andauernde Kritik am Einsatz der Polizeikräfte auch in der letzten Silvesternacht.
Das Thema Sicherheit sei mit vorhandenem Integrationswillen der bei uns Schutz Suchenden eng verbunden. Aus dem Asylrecht ergebe sich auch automatisch die Pflicht, sich an deutsches Recht und seine Gesetze zu halten, erläuterte Julia Klöckner. Sie setze auf ein Verbot von Verschleierung, denn „die Stellung der Frau ist ein signifikanter Indikator dafür, ob unsere Werte akzeptiert werden“, argumentierte Klöckner überzeugend. Und: „Es ist nicht hinzunehmen, dass ein intolerantes Frauenbild Einzug halten soll“, bekräftigte sie. Eine Verschleierungspflicht für Frauen sei eben nicht als „kulturelle Vielfalt“ zu verstehen, sondern verstoße gegen das Grundgesetz. Muslimische Mädchen sollen uneingeschränkt an Schwimmunterricht und Klassenfahrten teilnehmen.

DifferenziertesSchulsystem

Auch bildungspolitisch vertritt Klöckner eine klare Meinung und plädiert für ein differenziertes Schulsystem, denn jedes Kind brauche „seine“, die geeignete Schule. Zudem sei die berufliche Bildung genauso viel wert wie die akademische. Dessen sollten sich Eltern immer bewusst sein. Zudem machte sie sich für die Säuberung sozialer Plattformen stark, beklagte die gefährliche Zunahme der ungehinderten Verbreitung von Hassmails und Fake-News, die Verrohung der Sprache und des Umgangs der Menschen miteinander.
Für das anstehende Super-Wahljahr 2017 müsse man auf Glaubwürdigkeit setzen, Chancen, Zuversicht der Bürger, soziale und innere Sicherheit immer im Blick haben. „Wir sollten für die Art der Gesellschaft sorgen, in der wir und unsere Kinder leben wollen und dabei Veränderungen wahrnehmen und beachten, sie gehören zum Sein! Die Christdemokraten wollen dabei eine Orientierung sein, als 'Leitplanke' dienen. Uns geht es besser, wenn wir aufeinander achtgeben. Vor allem wünsche ich Ihnen nun ein friedvolles und gesundes Neues Jahr. Verlieren sie nicht ihren Glauben und Ihre Heiterkeit!“, schloss Julia Klöckner ihre motivierende und offene Rede.
Im Anschluss hatte sie noch die Aufgabe, langjährige Mitglieder auf das Podium zu bitten, ihnen persönlich die Urkunde zu überreichen und mit dem Anstecken der Ehrennadel auszuzeichnen. Sie selbst nahm als Dank und zur Erinnerung an den Abend im Essener Süden die Jubiläums-Medaille der Geno Bank in Empfang. Die Rückseite der Münze zieren Bilder wichtiger Bauwerke der Stadt Essen.
Hinterher stand Julia Klöckner beim gemütlichen Empfang nach dem offiziellen Teil ganz persönlich für Gespräche zur Verfügung und hatte ein offenes Ohr für alle Fragen. Sie sei sehr gerne nach Burgaltendorf gekommen, freute sich die hochrangige Politikerin. Essens Stadtkämmerer Lars Martin Klieve, der Mitglied ihres Kompetenz-Teams ist, habe sie mit dem Format des Neujahrsempfangs überzeugen können, verriet sie dem RUHR KURIER auf die Frage, wie die Verbindung zu Burgaltendorf zustande gekommen sei.
Die Burgaltendorfer CDU-Mitglieder schienen den anregenden Abend auf jeden Fall sehr genossen zu haben, und auch Essens OB Thomas Kufen blieb noch eine ganze Weile und unterhielt sich blendend.
Manfred Kuhmichel hatte mit der Einladung Julia Klöckners mal wieder einen Volltreffer gelandet. Schon viele prominente Gäste durfte er in den Räumen der Geno Bank begrüßen und man darf schon jetzt gespannt sein, wer nächstes Jahr als Gastredner das Podium betreten wird.
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