Kultur Kochtopf im Stadtgarten

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Mit einem spanischen Abend endete die dritte Staffel der Veranstaltungsreihe vom Stadtgarten Steele. Moderator und Musiker Helmut Sanftenschneider führte durch einen Abend mit unterhaltsamer Live-Kochshow, künstlerisch-musikalischen Darbietungen und einem gelungenen 4-Gang-Menü. Unterstützt wurde er dabei von Tänzerin Pepi Alvarez sowie Pedro Nieves vom Restaurant „Andalucia Casa Pedro“. Gemeinsam gelang es dem Trio spanisches Lebensgefühl humorvoll zu vermitteln.

Ob als feuriger Don Juan an der Gitarre, als Klamauksänger oder Wortakrobat: Der Herner Entertrainer Helmut Sanftenschneider zieht das Publikum in seinen Bann. Von ihm erfahren die Gäste nicht nur, die kulturellen Unterschiede zwischen dem spanischen „Olé“ und dem deutschen „Olle“, sondern auch, dass die Wurzeln bekannter Melodien angeblich in Spanien liegen. Zu den Klängen von Modern Talking singt Sanftenschneider vom Torero, der seine Männlichkeit in der Arena verloren hat. Andere Songs identifiziert er als spanische Werbung für eine logopädische Praxis. Selbst „Marmor, Stein und Eisen bricht“ und „Glückauf, der Steiger kommt“ führt der Entertainer auf spanische Ursprünge zurück. Und fast fühlt man sich wirklich auf die iberische Halbinsel versetzt wenn Stimme und Klänge und Wein zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk werden.

Mit Sanftenschneider steht Pepi Alvarenz auf der Bühne. Die Sängerin und Tänzerin aus Granada tanzt Flamenco und sorgt mit ihrem Tanz für die Bilder zu den rhythmisch-romantischen Klängen. Passend zur Stimmung werden „Tapas Variadas“ serviert. Dahinter verbergen sich spanischer Schinken, Salami, Käse, Oliven und Salat. Zusammengestellt wurde das Menü von Pedro Nieves. Der Meister der spanischen Küche scheint weniger Freude am Bühnenauftritt und an Gesprächen in der Showküche zu finden. Wo andere den großen Auftritt mitten durch den Saal wählen schleicht er fast unscheinbar zur Küche um dann plötzlich im Scheinwerferlicht zu stehen. Doch gegen die Fragen des Moderators kann er sich nicht wehren und erklärt die Geschichte der spanischen Tapas. Die wurden einer Überlieferung zufolge einst zu Getränken serviert um die Wirkung des Alkohols zu verringern. Während Pepi Alvarez mit Blüte im Haar auf der Bühne Flamenco mit süd-amerikanischen Wurzeln zeigt und ein Loblied auf die Stadt Sevilla singt, wird in der Showküche unter den wachen Augen des Moderators der zweite Gang zubereitet.

Pedro Nieves kocht und brät mit viel Olivenöl. Vor den Augen des Publikums entsteht auf zwei großen Monitoren eine schmackhafte Suppe mit Gamba-Spieß. Während der Koch mit Hilfe aus dem Publikum Gemüse schneidet, Knoblauch hinzu gibt und Pinienkerne verarbeitet, entdeckt der Moderator den eigentlich für die Sauce vorgesehenen Wein. Mit jedem Schluck aus der Flasche wird Sanftenschneider lustiger und direkter und bringt Koch und Tänzerin in seiner gespielten Trunkenheit auf die Palme. Schnell wird der nächste Gang angesagt und die Garnelen in Knoblauchöl serviert.

Während des Abends erfahren die Gäste Hintergründe zu spanischem Schinken und den verschiedenen Qualitätsstufen, erleben den Tänzer Victor Castro auf der Bühne und lernen wie Gegenklatschen funktioniert. Auch der Lammrücken in Rotweinsoße als Hauptgang und eine Crema Catalana als Dessert kommen gut an. Zwar kämpft der Koch zwischendurch mit einer brennenden Pfanne, doch das kann die gute Stimmung im großen Saal des Stadtgarten Steele nicht trüben. Der Abend endet mit einem spanisch-englischen Duett „My way“ und vielen zufriedenen Gesichtern.
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