„Kuck mal, wer da zustellt!"

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Jeden Mittwoch und Samstag landet der STEELER-KURIER in den Briefkästen unserer Leser. Von der Redaktion über das Internet in die Druckerei und schließlich über unsere Zusteller zum Leser. Unsere Mitarbeiter sorgen auch bei Wind und Wetter dafür, dass Sie, liebe Leser, den KURIER erhalten.



Stammzusteller Wolfgang Müller (58) ist schon seit Jahren für den Bereich Steele-Horst zuständig. Gerüstet mit seinem Zeitungs-Karren begibt er sich jeden Mittwoch und Samstag auf den Weg durch seine Zustellgebiete.
Auf die Idee, Zusteller zu werden, kam er nur zufällig: „Ich bin mit meinem Nachbarn ins Gespräch gekommen. Der erzählte, dass sein Sohn das Ganze als eine Art Ferienjob machte. Daraufhin kam mir der Gedanke, dass ich mir damit auch ein bisschen dazu verdienen könnte.“ Das ist nun schon ganze sieben Jahre her. Bis heute trägt er die Zeitung gerne und pünktlich aus: „Eigentlich ist meine Frau berufstätig, ich bin eher der Hausmann. Aber als ich einmal angefangen habe, wollte ich gar nicht mehr aufhören.“ Kinder hat er keine. Wolfgang Müller beliefert mehrere Reviere. „Die Reviere werden mit Nummern ausgewiesen. Mich trifft man auf jeden Fall immer im Zustellbezirk 607 und 608 an. Durch einen kurzen Blick auf den ‚Einkauf-Aktuell-Prospekt‘ kann jeder selbst herausfinden, in welchem Gebiet er sich befindet“, erklärt er. Es gibt größere und kleinere Gebiete, die alle einen „Schwierigkeitsgrad“ besitzen. Dichte Gebiete mit kurzen Fußwegen seien einfacher zu bewältigen, als solche mit Einfamilienhäusern. „Man muss sich einfach daran gewöhnen. mit der Zeit hat man sich seine Wege eingeprägt und findet auch die teils versteckten Hausnummern in den Höfen wieder.“ Ein Arbeitstag bedeutet bei ihm etwa fünf Stunden. Sein Equipment besteht aus einer Zustellermütze, Wechsel- und Regenkleidung, die er im PKW aufbewahrt, und, neben den Zeitungen, einer Liste mit den Straßen im Zustellgebiet. „Der Beruf macht Spaß, es gibt viele Vorteile. Beispielsweise hatte ich seit drei Jahren keine Erkältung mehr, da man durch die Wetterverhältnisse an manchen Tagen abgehärtet wird. Auch haben sich viele neue Bekanntschaften gebildet. Da ich mir die Zeit frei einteilen darf, kann ich es mir zwischendurch auch mal erlauben, einen Kaffee mit Lesern zu trinken, das ist aber eher selten der Fall.“ Wolfgang hat vor, dem Beruf bis zur Rente und vielleicht sogar noch länger nachzugehen. „Dann aber wohl nur noch ein Zustellgebiet.“ Er empfiehlt die Tätigkeit als Zusteller an solche, die sich „ein bisschen dazuverdienen möchten, die Spaß and Natur und viel Abwechslung haben und gut zu Fuß sind.“ Die Leser im Gebiet Steele-Horst sind mit Wolfgang zufrieden: „Pünktlich, freundlich und zuverlässig, so kennt man ihn. Danke“, sagte ein Horster, als er am vergangenen Samstag freudig seinen KURIER entgegennahm.
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