Young People Chor & Band meinen: Freizeit im Chor ist Wellness für die Seele

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Young People mit ihrem Chorleiter Rainer Stemmermann bei der wöchentlichen Chorprobe.
 
Beim Katholikentag in Osnabrück begeisterte die Gruppe mit "Let The Sunshine" vor riesigem Publikum.
 
Young People Band - Musiker mit Herz von links: Rainer Stemmermann, Many Miketta, Stefan Grafers, Gernot Ristow.
Jeder Mensch tut es. Ob unter der Dusche, im Auto, alleine oder in der Gruppe, wer einmal Spaß an seiner eigenen Stimme gefunden hat, singt, wann immer es ihn überkommt. Auf der ganzen Welt wird seit Menschengedenken gesungen, ob im tiefsten Urwald, auf großen Bühnen oder an Lagerfeuern an lauschigen Sommerabenden.
Diese Tatsache erklärt, warum sich seit 42 Jahren jeden Donnerstagabend 30 erwachsene Menschen im Essener Westen zusammenfinden, die ansonsten ihrem Alltag nachgehen und so manches mal eigentlich lieber zu Hause bleiben würden.
Die älteste Form der Geselligkeit ist der Grund, nämlich das Singen im Chor. Im Jahr 1974 trafen sich einige Jugendliche in der ehemaligen Pfarrgemeinde St. Mariae Geburt, Essen-Frohnhausen, um gemeinsam zu singen. Der Jugendchor „Young People“ war geboren! Der damalige Chorleiter und Musiklehrer Werner Lettau engagierte sich von Anfang an sehr für seine Gruppe. Im Laufe der Zeit bildeten sich viele Partnerschaften innerhalb des Chores, Werner Lettau verlor so manches mal den Überblick, wer mit wem zusammen war!

Rainer Stemmermann weiß genau worauf es ankommt!

Seit 1998 hat Rainer Stemmermann, selbst ausgebildeter Sänger und Keyboarder, Leiter von mehreren gemischten Chören, das Kommando bei den Young People. Seine 30 Sänger und Sängerinnen üben jeden Donnerstag, bis auch das kleinste Detail jedes Musikstückes stimmt. Mit ausgefeilten Einsingübungen beginnt das Warmup – und wer bei den sogenannten „Lipprolls“ keinen Lachanfall bekommt, gilt unter Chorsängern als besonders begabt.
„Seit der Gründung des Chores im Jahr 1974“, so Rainer Stemmermann, „findet jedes Jahr am Totensonntag das traditionelle Novemberkonzert der Young People statt. Es macht mich besonders stolz, dass wir jedes mal nahezu 500 Besucher zu unserem Publikum zählen dürfen“.
Die Vielseitigkeit der Musik, die Atmosphäre, der Wohlklang der Stimmen – alles stimmt bei den Young People und die vielen positiven Rückmeldungen des Publikums sind einfach der schönste Lohn für die musikalische Arbeit.

Rainer Stemmermann scheint auch einen „guten Draht nach oben“ zu haben, denn eine Situation erlebten die Young People 2008 beim Katholikentag in Osnabrück: an diesem verregneten Tag mit grauem, wolkenverhangenen Himmel, riss die Wolkendecke plötzlich auf und die Sonne kam durch, als die Young People „Let The Sunshine“ anstimmten. Ein großes Staunen und ein riesiger Applaus des Publikums, nahezu 700-800 Menschen, sorgten für einen unvergesslichen Moment. Let The Sunshine im wahrsten Sinne des Wortes!

Die Young People, die aus 12 Sopranstimmen, 10 Mezzo- und Altistinnen, 5 Tenören und 5 Bässen bestehen, sind im Laufe der Jahre zu einem richtigen Profichor herangewachsen. Rainer Stemmermann begleitet am Piano, dirigiert und greift gelegentlich selbst zum Mikrofon, um eigene vokale Akzente zu setzen. Er überrascht sowohl den Chor, als auch das Publikum immer wieder auch mit seinem Talent zur Moderation. Er trifft immer den richtigen Ton, indem er das Programm der jeweiligen Konzerte vorstellt. Es kam auch schon einmal vor, dass er meinte, dass „ein Lied noch nicht gesungen werden wollte“, was bei allen ein großes Schmunzeln ausgelöst hat.

Singen an ungewöhnlichen Orten, wie im Planetarium Bochum

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Petra Mombeck, eine von insgesamt 12 Sopranistinnen: „Besondere Momente gibt es sehr viele, aber die aufregendsten waren mit Sicherheit die Konzerte an ungewöhnlichen Orten, wie im Planetarium Bochum, im Gefängnis oder im GOP, Essen. Es konnte auch passieren, dass wir spontan in der Bahnhofshalle vom Borbeck-Bahnhof gesungen haben, denn wir singen nun einmal sehr gerne“.

Das Repertoire reicht von Gospels, Spirituals, Musicalmelodien, Popsongs und teilweise auch klassischem Liedgut. „Nahezu alles, was singbar ist, ist vor uns nicht sicher“, so Tenor Rainer Dluzewski, fast von Anfang an mit dabei. Schmunzeln muss er auch, weil seit 42 Jahren das Novemberkonzert mit dem Stück „Oh happy day“ endet, bei dem er ein Flötenvorspiel zum Besten gibt. „Ohne dieses Stück würde das Publikum nicht nach Hause gehen“, witzelt Rainer Dluzewski.

Die Vielseitigkeit der Young People macht den Chor aus. Wenn man bedenkt, wie schnell heute „hippe“ Songs abserviert werden, in Vergessenheit geraten, so beinhaltet das Repertoire des Chores Geschichten und Wahrheiten ohne Mindesthaltbarkeitsdatum.
„Es ist immer wieder faszinierend, dass auch die schwersten Stücke, die hohe Konzentration erfordern, am Ende für Gänsehaut bei unseren Zuhörern sorgen. Diese Momente geben mir das Gefühl mit ganz vielen Menschen verbunden zu sein“ so Lisa Giesen aus der Mezzostimmlage.
Vom Notenblatt bis zum auftrittsreifen Musikstück vergeht so manche Probestunde, sowie auch 2-3 Wochenendproben pro Jahr. Und wer sich einmal versingt, darf auch seinen virtuellen Joker ziehen. Das zeigt, dass die Proben nicht immer stocksteif ablaufen, sondern wie Rainer Stemmermann immer so schön sagt: „Alles wird gut, denn da war schon viel Wahres dran!“ Dass Rainer Stemmermann mit Leib und Seele Musiker ist, zeigt sich auch in seinen eigenen Chor-Arrangements. So gelang es ihm den Song „Fix you“ von Coldplay in ein A-cappella-Stück für gemischten Chor umzuschreiben und damit besondere Erlebnisse in seinem Leben zu verarbeiten.

Musikalisch begleitet wird der Chor bei seinen Auftritten von erfahrenen Musikern: da wären Ralf Bazzanella, beeindruckender Saxophonist, Manny Miketta, Profibassist mit einem Engagement über das normale Maß hinaus, Gernot Ristow an seinen vielen verschiedenen Gitarren.
Nichts geht im Chor ohne Stefan Grafers, Schlagzeuger und Chorleiterkollege von Rainer Stemmermann. Er sorgt für den richtigen Rhythmus und übt mit einer Engelsgeduld die schwierigsten Takte so lange ein, bis jeder sie beherrscht. Abgesehen von seiner Schlagzeugtätigkeit schätzen seine Freunde und Kollegen auch seine Bassstimme und sein Dirigat bei A-Capella-Stücken. Auf ihn kann man sich jederzeit verlassen!

„Fitnessstudio für die Seele“, so nennt Altistin Hilde Braun „ihren“ Chor. „Ein fantastischer Ausgleich zum oft schreibtischlastigen Alltag“. „Und dass die Young People nicht nur toll singen können, sondern auch spontane Kochkünstler sind, beweist nach vielen Konzerten das herbeigezauberte legendäre Musiker-Büffett!“ begeistert Hilde Braun.

Ein toller Chor, dessen Organisation aus Mitgliedern wie von selbst läuft. Selten gibt es Schwierigkeiten, denn jeder kennt seine Aufgaben. Vom Chorsprecher, bis Kassenführerin, Öffentlichkeitsarbeit bis Cateringcrew, Repertoirefindungsgruppe bis Projektkreis, jeder weiß, wie er oder sie sich am besten in den Erfolg seines Chores einbringen kann. Die eingespielte Technik-Crew sorgt bei jedem Konzert für einen wunderbaren Sound, denn jeder Sänger singt in ein eigenes Mikrofon und muss dementsprechend verkabelt sein.

Und wer jetzt meint, na ja, der Name Young People stimmt ja wohl nicht mehr, dem kann Heinz Wiegers aus dem Bass versichern: „Wir sind Young People im Herzen, denn darauf kommt es an!“

Wer nun neugierig geworden ist und die Young People kennenlernen möchte, ist schon jetzt herzlich eingeladen, am Totensonntag, 20.11.2016 um 17.00 Uhr in St. Elisabeth, Essen-Frohnhausen, das traditionelle Konzert zu besuchen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es unter www.youngpeople-essen.de
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