Huntelaar-Rekord bei kuriosem S04-Heimsieg

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Klaas-Jan Huntelaar schoss in seinem 150. Bundesligaspiel seinen 75. Bundesligatreffer. (Foto: Gerd Kaemper)
 
Max Meyer und Alessandro Schöpf (v.l.) erzielten jeweils einen Treffer und legten noch ein weiteres Tor vor. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Veltins-Arena |

Schalke hat nach fünf Pflichtspielen ohne Sieg mal wieder gewonnen. Gegen den Hamburger SV siegten die Königsblauen hochverdient mit 3:2. Trotz eines Rekords von Klaas-Jan Huntelaar stand aber das völlig indisponierte Schiedsrichter-Gespann im Fokus der Partie.

Der S04 kletterte dank des elften Saisonsieges und der gleichzeitigen Niederlage von Bayer Leverkusen gegen Bremen (1:4) am 24. Spieltag auf den sechsten Tabellenplatz. Max Meyer (38.), Klaas-Jan Huntelaar (67.) und Winter-Neuzugang Alessandro Schöpf (77.) drehten den sehr frühen 0:1-Rückstand aus der vierten Spielminute (Nicolai Müller) in eine zwischenzeitliche 3:1-Führung. Hamburgs Gojko Kacar konnte erst in der Nachspielzeit auf 3:2 verkürzen. Die Gäste mussten die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl agieren, nachdem ihr Kapitän Johann Djourou praktisch mit dem Halbzeitpfiff die Gelb-Rote Karte sah und seinem Team damit einen Bärendienst erwies.

Fünf krasse Fehlentscheidungen des Schiedsrichters

Bei dieser Entscheidung lag Schiedsrichter Günter Perl richtig, der ansonsten mit seinen Assistenten Thomas Stein und Michael Emmer einen rabenschwarzen Tag erwischte. In der 22. und 61. Spielminute hätte Perl nach eindeutigen Foulspielen gegen Schöpf und Huntelaar jeweils Elfmeter für Schalke pfeifen müssen. In der 64. Spielminute wehrte Schalkes Caicara einen Schuss-Versuch von Hamburgs Matthias Ostrzolek mit der Hand im Strafraum ab - die Pfeife von Perl blieb aber stumm. Ebenso bei Huntelaars Tor, das aber wegen einer Abseitsstellung hätte nicht zählen dürfen. Dafür entschieden die Unparteiischen in der 83. Spielminute auf Abseits, als Schöpf nach Vorlage von Caicara zum vermeintlichen 4:1 traf, obwohl Schöpf nicht im Abseits stand.

Meyer und Schöpf wie aufgedreht

So verrückt das Spiel war, so passend war auch der Führungstreffer der Hanseaten. Nach einem sehr lang getretenen Freistoß des HSV aus der eigenen Hälfte, duckte Roman Neustädter sich an der Strafraumgrenze unter dem Ball hindurch, weil sein Nebenmann Dennis Aogo ihm signalisierte, dass Torwart Ralf Fährmann den Ball aufnehmen könne. Doch Hamburgs Müller war schneller, sprintete dazwischen und schob zum 0:1 ein. Neustädter machte „seinen“ Fehler aber noch vor der Halbzeit wieder wett, als er mit sehr energischen Zweikämpfen in der gegnerischen Hälfte den Ausgleich durch Meyer vorlegte. Der legte später noch das Tor von Schöpf auf, der wiederum den Treffer von Huntelaar vorbereitete.

Huntelaar feiert doppeltes Jubiläum

Für Huntelaar wurde der 24. Spieltag damit zu einem ganz besonderen. Nicht nur, dass er sein 150. Bundesligaspiel bestritt. Der Niederländer erzielte seinen 75. Bundesliga-Treffer und ist damit nun alleiniger Zweiter vor Ebbe Sand in der ewigen Torjägerliste der Königsblauen. Einzig Klaus Fischer (182) ist noch besser.

Schalke vergibt reihenweise gute Torchancen

Am Ende hätte der Heimsieg der Schalker noch wesentlich deutlicher ausfallen können. Younes Belhanda (7.), Dennis Aogo (13.), Schöpf und Huntelaar (26.), Meyer (27.) sowie nochmals Huntelaar (49.) und Belhanda (50.) hatten allerbeste Möglichkeiten, die Hanseaten mit einem Kantersieg zurück zur Elbe zu schießen.

Für Schalke geht es in der Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr) in Köln beim Tabellenzehnten weiter. Der Hamburger SV empfängt am Sonntag (17.30 Uhr) den Tabellendritten Hertha BSC und könnte mit einem Heimsieg dem S04 Schützenhilfe leisten, den Abstand zu den Hauptstädtern auf einen Punkt zu verkürzen.

Bildergalerie Schalke - Hamburg

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1 Kommentar
24.066
Christian Tiemeßen aus Emmerich am Rhein | 03.03.2016 | 13:51  
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