Pionier in der Begabtenforschung

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Professor Dr. Franz J. Mönks (r) - hier mit Hermann-Josef Kleinen, dem Leiter der KulTOURbühne, hat sich seit 40 Jahren der Begabtenforschung und -förderung verschrieben. Dafür wurde er Ende 2012 von „MENSA“, dem Netzwerk für Hochbegabte, mit dem „International Lifetime Achievement Award“ ausgezeichnet.
Goch: Kastell | Wenn am 14. März, 20 Uhr, der Vortrag „Begabungen erkennen, Begabte fördern“ im Kastell beginnt, dann spricht mit Prof. Dr. Franz J. Mönks ein echter Pionier der Begabtenforschung.

Prof. Mönks, der übrigens in Goch geboren ist, hatte von 1988 bis 1997 den ersten europäischen Lehrstuhl für „Psychologie und Pädagogik des begabten Kindes“ an der Radboud Universität Nijmegen inne. Dort war er schon seit 1967 Professor für Entwicklungspsychologie. 1992, 1996 und 2004 war Professor Mönks zudem für jeweils vier Jahre Präsident des ECHA (European Council for High Ability).
In den vergangenen 40 Jahren hat ihn seine Arbeit rund um die Welt geführt. In Fachkreisen wird er auch als „Vater der deutschen und europäischen Begabtenforschung“ bezeichnet. Entsprechend stolz ist die KulTOURbühne darauf, ihn als Referenten gewonnen zu haben. „Professor Mönks kann aus seinem großen Erfahrungsschatz berichten und bestimmt das Interesse an einem im ersten Moment „trocken“ erscheinenden Thema wecken“, sagt Hermann-Josef Kleinen, Leiter der KulTOURbühne. Bei seinem Vortrag wird Professor Mönks zum Beispiel auch von Johan aus den Niederlanden erzählen. Der damals Neunjährige war schlecht in der Schule, galt gar als verhaltensauffällig, bis seine Eltern durch Zufall Mönks kennenlernten. Und der Wissenschaftler fand heraus, dass das Kind hochbegabt ist. Der Junge bekam die entsprechende Förderung und hat heute, rund 30 Jahre später, promoviert und ist zweifacher Vizeweltmeister der Mathematik-Olympiade. Eine Priorität bei der Begabtenforschung sieht Mönks deshalb auch in der Lehrerfortbildung. Sie müssen darin geschult werden, begabte Kinder zu erkennen und die Eltern entsprechend zu beraten. Im Vergleich zu früher sei die Begabtenforschung allerdings kaum wiederzuerkennen, so Mönks: „1980 haben wir die ersten Schritte gemacht, jetzt 33 Jahre später, gibt es in Trier und Münster weitere Lehrstühle und Schulen für hochbegabte Kinder.“ Lieber sieht Mönks es jedoch, wenn diese Kinder normale Schulen besuchen und dort ihren Anlagen gemäß durch spezielle Programme gefördert werden. Und er ist auch kein Freund des reinen IQ-Wertes, der in keinem seiner Berichte über geteste Kinder genannt wird: „Dieser Wert ist veränderlich, und reicht als alleinige Aussage über Begabung nicht aus.“
Im Rahmen seines Vortrags gibt Professor Mönks viele Tipps für Eltern, im Anschluss gesteht natürlich auch die Möglichkeit zur Diskussion mit ihm. Karten (fünf/acht Euro) gibt es im Rathaus, Raum E.28.
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