Bürgerstiftung Herdecke: Küstermann zieht Bilanz

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Thomas Küstermann im Gespräch mit Herdeckes Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster.
 

Seit 2007 gibt es die Bürgerstiftung in Herdecke. Von Anfang an mit dabei: Thomas Küstermann. Kürzlich gab der engagierte Herdecker den Vorsitz, den er seit dem Jahre 2009 inne hatte, an Annette Brincker ab. Im Gespräch mit Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster zog Thomas Küstermann ein Fazit seiner Amtszeit und wagte dabei auch einen Blick in die Zukunft.

Den ersten Impuls erhielten die Eheleute Anna-Dorothea und Thomas Küstermann durch ihren jüngsten Sohn, der beruflich mit dem Thema Stiftungswesen zu tun hat. Dann ging alles recht schnell. Denn parallel dazu hatte sich die Herdecker Politik auch schon auf den Weg gemacht. So „fand man sich“ und konnte durch eine Spende über 100.000,- Euro (laut Thomas Küstermann eine „ganz entscheidenden Starthilfe“) der Werner Richard Dr. Carl Dörken Stiftung mit der Arbeit beginnen.
Nicht lange nachdenken musste Thomas Küstermann bei der Frage, ob es Projekte gibt, die ihm besonders in Erinnerung geblieben sind. „Eines von mehreren Highlights war der Lesewettbewerb zum 100-jährigen Rathausjubiläum im vergangenen Jahr“, so der 79-Jährige. Mehr als 600 Kinder und Jugendliche haben mitgemacht und die Zielvorgabe, mit gelesenen oder vorgelesenen Büchern die Spitze des Rathausturms zu erreichen, weit übertroffen. „Und ganz frisch sind die Erinnerungen noch an den Bürgerchor im September dieses Jahres, bei dem so viele Menschen das eigens geschrieben und komponierte Herdecke-Lied geschmettert haben“, erzählt der langjährige Vorsitzende.
In den Augen von Thomas Küstermann hat die Bürgerstiftung zunehmend an Akzeptanz gewonnen - das Herdecke Memo in dritter Auflage ist beispielhaft dafür, wenn gleich es auch schwierig ist, alle Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Daher sieht er auch das Bekanntmachen von nachhaltigen Projekten und eine gute Öffentlichkeitsarbeit als eine der Herausforderungen zur Gewinnung weiterer Unterstützer an. Dabei geht es nicht nur um eine finanzielle Förderung. Natürlich sind Stifterinnen und Stifter ebenso wie Spenderinnen und Spender wichtig für die zukünftigen Aufgaben, es geht aber auch um Taten. „Unser Motto Miteinander – Füreinander wird vielleicht in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen“, meint Thomas Küstermann und nennt als Beispiel das erste Projekt der Bürgerstiftung, das Pausen-Frühstück in den Herdecker Grundschulen. Ein weiteres Erfolgsprojekt sind die Lesepaten, bei dem mittlerweile 55 Personen mitarbeiten und ihre Zeit stiften.
Im Rückblick auf seine 5-jährige Amtszeit als Vorsitzender der Bürgerstiftung lobte er vor allem die gute und unbürokratische Zusammenarbeit mit dem Rathaus, „insbesondere mit der Bürgermeisterin“. Dr. Katja Strauss-Köster gab den Dank zurück und freut sich, dass die Eheleute Küstermann auch in Zukunft nicht die Hände in den Schoß legen, sondern weiter ganz aktiv in der Stiftung mitarbeiten. „Mit acht weiteren Mitstreitern möchte ich dem Projekt „Mini-Phänomenta“ wieder neues Leben einhauchen“, erzählt Thomas Küstermann von seinen nächsten Zielen. Ganz besonders wünscht er der Bürgerstiftung aber, dass sie die wichtige Arbeit weiterhin fortsetzen kann und auch mit anderen Organisationen in sozialen Aufgaben weiter gut zusammen arbeitet. Symbolisch überreichte er zum Abschied vom Amt des Vorsitzenden allen Stifterinnen und Stiftern eine selbst gezogene Eiche, in Anspielung auf die Eiche im Herdecker Stadtwappen, die gleichsam „für Kraft und Solidarität“ stehen soll.
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