"European Energy Award" für Hagen

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Foto: privat.
Hagen: Hagen |

Die Stadt Hagen ist nach 2011 bereits zum zweiten Mal mit dem „European Energy Award“ ausgezeichnet worden: Dr. Ralf-Rainer Braun, Leiter des Umweltamtes der Stadt Hagen, Silke Scheibe vom Umweltamt und Dirk Depping von der Mark-E nahmen stellvertretend für das gesamte Hagener Energieteam die begehrte Auszeichnung entgegen.

Der Preis wurde ihnen bei der feierlichen Verleihung in Aachen von Landesumweltminister Johannes Remmel übergeben. Zum Energie-Team gehören Mitarbeiter aus den Bereichen Stadtplanung/Stadtentwicklung, Personal und Organisation, kommunale Gebäudewirtschaft, dem Hagener Entsorgungsbetrieb, Wirtschaftsbetrieb Hagen, der Mark-E AG und der Hagener Straßenbahn sowie dem Umweltamt, das den gesamten Ablauf koordinierte.
Der „European Energy Award“ wird an europäische Städte und Gemeinden verliehen, die sich erfolgreich an einem Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren zum schonenden Energieeinsatz und zum Klimaschutz beteiligt haben. Ziel ist es, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft zu leisten.
Die erneute Auszeichnung ist eine Anerkennung der Anstrengungen zum Klimaschutz in Hagen und gleichzeitig auch Ansporn, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Der Rat der Stadt Hagen hatte die Teilnahme 2007 beschlossen. Die Energie- und Klimaschutzleistungen konnten seitdem kontinuierlich verbessert werden, so dass die insgesamt möglichen 100 Bewertungspunkte in Hagen nun bereits mit 65 Prozent erreicht wurden. Die Umweltdezernentin Margarita Kaufmann bedankte sich bei den Akteuren: „Dieser beachtliche Erfolg war letztlich nur dadurch möglich, dass das gesamte Energieteam in den klimarelevanten Handlungsfeldern zielgerichtet koordiniert durch das Hagener Umweltamt bereichsübergreifend sehr konstruktiv zusammen arbeitete.“
Honoriert wurden unter anderem die Aktivitäten zur Förderung der E-Mobilität bei PKW und insbesondere bei Pedelecs über das Förderprogramm der Mark-E, das von der Bevölkerung gut angenommen wurde. Im Handlungsfeld „Mobilität“ konnte Hagen mit insgesamt 69 Prozent punkten.
Im Handlungsfeld „Interne Organisation“ wurden 90 Prozent erreicht, so dass in diesem Bereich nahezu alle Kriterien erfüllt wurden. Als vorrangige Maßnahme zur Umsetzung des energiepolitischen Arbeitspapieres zum „European Energy Award“ wurde dabei die Einstellung des extern geförderten Klimaschutzmanagers gewertet. Dessen Hauptaufgabe besteht darin, die Ziele des Integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt Hagen umzusetzen.
Als weitere Maßnahme soll in den nächsten Jahren die Beheizung von städtischen Gebäuden mit erneuerbaren Energien vorangetrieben werden. Dabei sollen noch stärker als bisher „Holzhackschnitzel“ als Brennstoff zum Einsatz kommen.
Ein weiterer Schwerpunkt bei den energiepolitischen Maßnahmen der Stadt ist die Auswertung der Energieeffizienz der Straßenbeleuchtung und Lichtzeichenanlagen anhand von Energiekennzahlen mit dem Ziel, die Einsparungen weiter zu erhöhen. Dazu werden Straßenlaternen auf moderne, energieeffiziente LED-Technik umgerüstet. Dieser Prozess wird seit einigen Jahren kontinuierlich betrieben und fortgeführt.
Aber es gibt natürlich noch Potenziale: Die größten liegen dabei im Handlungsfeld Entwicklungsplanung und Raumordnung. Hier kann die Stadt ihre Klimastrategie noch ausbauen, was im Rahmen eines vom Bundesumweltminister geförderten und bereits angelaufenen Projektes in den nächsten drei Jahren geschehen soll.
Anerkannte Highlights im Bereich der Kommunikation und Kooperation waren der Gewinn des Wettbewerbs zum Kommunalen Klimaschutz 2014 mit der „Lucy-Trilogie“(dem Kinder- und Jugendtheaterstück für den Klimaschutz des Lutz Hagen), die Beteiligung des Umweltamtes an der Hundertwasserausstellung im Osthaus Museum zum Thema klimarelevante Verhaltensänderungen sowie die erfolgreiche Fortführung des Klimaschutzprojektes mit der Hagener Klimapartnerstadt Portmore auf Jamaika.
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