Bundesinstitut: Kaum Potenzial wird Windkraftanlagen

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Größere Mindestabstände zu Siedlungsflächen würden die theoretisch für die Windenergie nutzbaren Flächen stark verringern. Foto: Hans Herbig (BBSR)
Das Flächenpotenzial für den Bau von Windkraftanlagen in Westfalen ist weitgehend ausgeschöpft. Das geht aus einer Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor. In anderen Regionen Deutschlands sieht die Studie dagegen noch Möglichkeiten.
Die Wissenschaftler haben mithilfe einer geodatenbasierten Analyse herausgearbeitet, welche Flächen in Deutschland sich prinzipiell für die Nutzung der Windenergie eignen. Neben naturschutzrechtlichen Vorgaben, der aktuellen Flächennutzung sowie natürlichen Standortfaktoren wie den Windverhältnissen und dem Relief berücksichtigt die Analyse den Einfluss von Festlegungen der Länder.
In weiten Teilen Westfalens lassen die regionalplanerischen Vorgaben kaum weitere Gebiete für Windenergie zu.
In der Analyse heißt es, dass große Mindestabstände von Windrädern zu Siedlungsflächen die theoretisch nutzbaren Flächen stark verringern können. "Bei einem Mindestabstand von 2000 Metern zu Siedlungsflächen würden 99 Prozent der Landesfläche nicht für Windenergieanlagen genutzt werden können", sagt Studien-Autorin Brigitte Zaspel-Heisters. "Festlegungen in den Regionalplänen können den Ausbaupfad ebenfalls stark einschränken."
Die Ergebnisse der Studie hat das BBSR in seiner Fachzeitschrift "Informationen zur Raumentwicklung" veröffentlicht. Die Beiträge in diesem Heft beleuchten die Ausbaukontroverse Windenergie aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
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