Hagen: Üblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresbeginn

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Wie allgemein erwartet brachte der Jahreswechsel eine Verschlechterung der Arbeitsmarktlage: Im Januar stieg die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt Hagen um 423 auf 10.871. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,4 Punkte auf jetzt 11,1 Prozent. Vor zwölf Monaten lag sie ebenfalls bei 11,1 Prozent.

„Da nach wie vor zahlreiche Arbeitsverhältnisse zum Jahresende gekündigt werden oder entsprechend befristet sind, ist der Anstieg der Erwerbslosenzahl im Januar immer der höchste im ganzen Jahr. Damit ist die aktuelle Entwicklung natürlich nicht überraschend“, so Marcus Weichert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen. „Neben diesen saisonalen Faktoren bleibt die Stabilität des konjunkturellen Umfelds abzuwarten. Dies wird sich erst in ein paar Monaten zeigen. Zumindest ist die frühe und leichte Belebung der Kräftenachfrage kein schlechtes Zeichen.“
Die aktuelle Entwicklung stellte sich in den Rechtskreisen in absoluten Zahlen wie folgt dar: 2425 waren Kunden der Arbeitsagentur (439 oder 22,1 Prozent mehr als im Vormonat), und 8446 wurden durch das Jobcenter Hagen betreut (16 oder 0,2 Prozent weniger). Damit wird deutlich, dass der Anstieg zum Jahresanfang komplett zulasten der Arbeitslosenversicherung geht und damit arbeitsmarktnahe Kunden viel stärker betroffen sind als erwerbsfähige Hilfebedürftige. Der saisonale Anstieg betraf alle Zielgruppen.
Dabei stieg die Zahl der jüngeren Erwerbslosen unter 25 Jahren um 3,8 Prozent oder absolut um 45 auf 1234. Die Zahl der Älteren über 50 erhöhte sich im Januar um 3,8 Prozent oder 114 auf 3080, die der Langzeitarbeitslosen um 1,8 Prozent oder 85 auf 4813.
Überdurchschnittlich stieg die Ausländerarbeitslosigkeit im Januar. Die Zahl der er-werbslosen Migranten nahm um genau 200 oder 5,1 Prozent auf 4143 zu. Die weitere Zuwanderung aus Osteuropa machte nur ein Drittel davon aus, ebenso die Entwicklung bei den am Arbeitsmarkt ankommenden Flüchtlingen aus nichteuropäischen Herkunfts-ländern. Hinzu kamen einige Arbeitslosmeldungen von Arbeitnehmern südeuropäischer Herkunft, die ihre hiesige Beschäftigung zum Jahresende verloren hatten.
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