Teckel-Aus: Zu wenig Fahrgäste zwischen Ennepetal und Herdecke

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Keine gute Nachricht für Eisenbahnromantiker: Die Fahrten des roten Schienenbusses aus den 1950er Jahren auf der Linie Teckel zwischen Ennepetal und Herdecke werden nicht mehr stattfinden. Was sich bereits zur Jahreswende abgezeichnet hatte, ist jetzt endgültig Gewissheit.

Zur Erinnerung: Das für die Fahrten verantwortliche Eisenbahnmuseum Bochum hatte 2016 ein Minus von 3.000 Euro verzeichnen müssen. Da das Museum allerdings keine Verluste produzieren darf, zogen die Verantwortlichen die Notbremse und kündigten das Aus an. Vom Abstellgleis hätte der Teckel nur durch ein Weniger an Betriebskosten oder ein Mehr an Zuschüssen rollen können.
Für die Kreisverwaltung war dies der Ausgangspunkt, um die an der Strecke liegenden Städte Ennepetal, Gevelsberg und Herdecke nach einer möglichen Erhöhung der finanziellen Unterstützung zu fragen. Nach den jetzt vorliegenden Rückmeldungen wird es diese nicht geben. „Für uns als Kreis“, so Jürgen Tannenfels, „steht vor diesem Hintergrund eine Erhöhung unseres Zuschusses, der letztendlich zulasten aller kreisangehörigen Städte gehen würde, auch nicht zur Debatte.“ In 2016 hatte sich der Kreis gemeinsam mit den Städten Herdecke, Gevelsberg und Ennepetal mit 11.500 Euro am Teckel beteiligt.
Insbesondere das Aus für den Personenverkehr auf dem Streckenabschnitt zwischen Gevelsberg und Ennepetal dürfte für viele Menschen im Südkreis emotional schmerzhaft sein. Schließlich war dieser 2007 nach über 40 Jahren Unterbrechung im Rahmen des Museunsbahnbetriebes wiederaufgenommen worden. Besonderes Markenzeichen war und ist die Gleisführung, die entlang der B7 Straßenbahncharakter aufweist. Sie bleibt zukünftig wieder Güterzügen vorbehalten.
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