Neueste Fährverbindung in Haltern-Flaesheim startet in die neue Saison

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Flaesheim. Die Lippefähre „Maifisch“ schwimmt seit gestern auf der Lippe und ist betriebsbereit. Der Anleger befindet sich nördlich der Kanalbrücke in Haltern-Flaesheim. Offizieller Start der Fährsaison 2016 ist der 18. April.

Nördlich der Lippe wird der Fähranleger über einen Weg erschlossen, der östlich der Straßenbrücke Flaesheimer Damm.von Westrup zur Lippe führt. Der südliche Anleger wird über die Brücke Kanalstraße im Ort Flaesheim erreicht. Die neue Fähre, die im Herbst 2015 schon für einige Wochen ihren Probelauf erlebt hatte und über den Winter im „Trockendock“ lag, ist auch an die Römer-Lippe-Route – den Fernradweg von Xanten bis Detmold – angebunden.

Die Benutzung der Fähre, die sechs Personen samt Fahrrädern transportieren kann, ist kostenlos, einen „Fährmann“ gibt es nicht. Dafür müssen die Nutzer selbst Hand anlegen. Ähnlich wie die Fähre „Baldur“ in Dorsten wird die neue Flaesheimer Fähre per Handkurbel angetrieben.
Gestern haben die Mitarbeiter vom Bauhof Haltern des Lippeverbandes das 3 Tonnen schwere Schiffchen an einer nahe gelegenen Rampe zu Wasser gelassen und anschließend auf der Lippe zu ihrem Anlegeplatz geschleppt. Eventuell finden in den nächsten Tagen noch kleinere Optimierungsarbeiten statt.

Neue Generation Lippefähren


Die Fähre „Maifisch“ ist die Vierte in der neuen Generation der Personenfähren über die Lippe: Die Fähre „Baldur“ in Dorsten hatte im Mai 2005 den Anfang gemacht, es folgte in Wesel der „Quertreiber“. 2013 legte der Lippeverband nach mit der Fähre „LUPIA“ in Hamm-Oberwerries.

Die „Maifisch“ entstand im Sommer 2015 in der Lehrwerkstatt der Firma Hülskens in Wesel unter Beteiligung der Auszubildenden. Die Personenfähre besteht aus verzinktem und lackiertem Stahl, ist drei Meter breit und 6,50 Meter lang – bei ausgeklappten Rampen misst die Länge sogar 8,50 Meter. Eine Besonderheit: Die Fähre ist in Längsrichtung teilbar, damit sie normal auf der Straße transportiert werden kann. Andernfalls müsste sie wegen ihrer Überbreite mit großem Aufwand als Sondertransport gefahren werden. Vor dem Zu-Wasser-Lassen werden zuerst die beiden Hälften miteinander verbunden.

Der Name „Maifisch“


Im September 2015 wurde die Lippefähre auf den Namen „Maifisch“ getauft. Im Rahmen eines Wettbewerbes hatten der Lippeverband, die Stadt Haltern und der Heimatverein Flaesheim die Bevölkerung zu Namensvorschlägen aufgerufen. Aus vielen Einsendungen wurde am Ende der Name „Maifisch“ ausgewählt, denn dieser hat einen besonderen Bezug zur Lippe. Der Maifisch war vor hundert Jahren im ganzen Rheinland weit verbreitet und als Speisefisch geschätzt. Heute gibt es nur noch Restbestände der Art im südfranzösischen Girondegebiet. Zur Wiederansiedlung des Maifisches im Rhein-System sind seit 2012 große Mengen Larven in die Lippe eingesetzt worden.

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