Nachwuchsrennfahrer geben Vollgas

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23 Nachwuchsrennfahrer freuten sich über die Idee von Bernd Ostrowski, den ADAC-Übungsplatz für einen Tag zur Rennstrecke zu machen.
  Auch Sebastian Vettel und Nico Rosberg haben mal klein angefangen. Wie sich das angefühlt haben muss, konnten am Donnerstag 23 kleine Nachwuchs-Rennfahrer aus Haltern am eigenen Leib erfahren. Dabei wurde das Wort „erfahren“ sehr wörtlich genommen: Mit der Gelegenheit den ADAC Übungsparcours einen Tag lang zur Rennstrecke zu machen ermöglichte der CDU Ortsverband Sythen zusammen mit der Pfarrei St. Sixtus im Rahmen des Ferienprogramms den Kindern ein unvergessliches Erlebnis.

Genau wie ihre prominenten Vorbilder ließ auch der Halterner Rennfahr-Nachwuchs es dabei ganz und gar nicht langsam angehen. Der Rallye Club Haltern hatte dazu seine Slalom-Karts und die Ausrüstungen zur Verfügung gestellt und wies die Kinder auch in die Fahrpraxis ein. Die Geräuschkulisse stimmte, die Optik auch und die Spannung erst recht. Wenn man in Vettels oder Rosbergs (Reifen)Spuren treten will, dann gehört Nervosität ganz einfach dazu. Am Rand der Rennbahn warteten die Kinder nach der Einweisung auf die Vergabe ihrer Startnummern.

Von wegen Jungs-Sport!

„Das ist schon ein bisschen gruselig“ sagt Lisa: „Ich bin total aufgeregt! Aber vielleicht ist das ja gut so. Wenn man gar keine Angst mehr hat, dann wird man übermütig und dann können Fehler passieren weil man nicht mehr aufpasst“ weiß die Elfjährige, die mit ihrer Freundin Celina hier ist. “Unsere Freundinnen sind ganz neidisch auf uns. Sie wollten sich auch gerne anmelden, aber da waren alle Plätze schon besetzt“, berichten die beiden und freuen sich, dass es bei ihnen noch geklappt hat. Zusammen mit mehreren anderen Mädchen beweisen sie, dass längst nicht nur die Jungs sich für den Motorsport begeistern und sich in den heißen Kisten wohlfühlen.

Fahrspaß für Groß und Klein

Schon zum sechsten Mal hatte der CDU Ortsverein Sythen zusammen mit der Pfarrei und dem Rallye Club Haltern diese Ferienattraktion für daheimgebliebene Kinder gestartet. Zu Beginn der Sommerferien hatte es in Sythen bereits einen Laufrad- und Bobbycar-Parcours für die ganz Kleinen gegeben. Nun waren mit den Slalom-Karts die größeren Kinder von 8-11 Jahren an der Reihe. 200 Kubik, 6,5 PS und bis zu 60 km/h bringen die kompakten Flitzer auf die Straße. Da juckt es nicht nur den Kindern in den Fingern und im Gasfuß. “Spaß macht das Fahren schon, sagt Mitinitiator Bernd Ostrowski, Ratsmitglied und erster Vorsitzender des CDU Ortsverbandes Sythen, “aber für uns Erwachsene sind die engen Kisten doch auf die Dauer recht unbequem.“ Eltern und Großeltern beobachteten daher das Geschehen auf der Rennbahn dann doch lieber von ihren Sitzen im Schatten der Bäume aus.

Voll um die Kurve gebrezelt

Das sahen die Kinder ganz anders. Mulmig zumute war den kleinen Fahranfängern nur in der ersten Runde. Nach der Probefahrt gaben alle bereits in der zweiten Runde schon richtig Gas und konnten gar nicht genug bekommen. „Brezel“, „Kreuz“ und „Slalom“ hießen die Hindernisse und Herausforderungen, die die jungen Rennfahrerinnen und Rennfahrer bis zum Abend absolvieren durften. Dabei konnten einige Naturtalente zeigen wie schnell sie das Gelernte auf der Strecke umsetzen konnten.

An erster Stelle aber stand bei allen der Spaßfaktor. Wenn man dort wohnt wo andere Urlaub machen, muss man selbst nicht mehr wegfahren. Erst recht nicht, wenn das Wetter mitspielt und einem dazu noch ein so tolles Ferienprogramm geboten wird.
So ganz nebenbei erhofft sich der Rallye Club Haltern mit dieser Aktion ein wenig den Nachwuchs zu rekrutieren. Noah und Pepe, die heute natürlich auch wieder dabei sind, sind schon Mitglieder und fahren bei den anstehenden Westfalen-Meisterschaften schon auf Platz zwei und drei mit.
Für alle war am Ende des Tages klar: Das war sicher nicht das letzte Mal. Hoffentlich gibt es das im nächsten Jahr wieder! Nur Lisa ärgert sich ein bisschen: “Ich bin schon zum zweiten Mal dabei, weil ich es schon im letzten Jahr so toll fand. Für mich ist es nun aber das letzte Mal. Im nächsten Jahr bin ich schon zu groß dazu – leider!“
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