FDP zur Standortfrage Hamminkelner Gesamtschule: Elternbefragung ist fairste Möglichkeit der Mitbestimmung

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(Foto: privat)

Die Hamminkelner FDP meldet sich in sachen "Entscheidung in der Standortfrage Gesamtschule" zu Wort. Fraktionssprecherin Silke Westerhoff formuliert in einer Mitteilung an die örtlichen Medien:

"Das vorgelegte Gutachten resp. Synopse zeigen, dass die Entscheidung, einen Teilstandort einzurichten, eine räumlich und finanziell mögliche Vorgehensweise darstellt. Insofern ergibt sich für die FDP Hamminkeln allein vor diesem Hintergrund kein Anlass, die getroffene Ratsentscheidung aufzuheben.

Gleichwohl wollen und können wir als liberale demokratische Partei das Votum der Eltern, die Stellungnahme der Schulleitung und die geführten Diskussionen unserer Parteimitglieder mit Bürgerinnen und Bürgern nicht in der Entscheidungsfindung unberücksichtigt lassen. Durch die hohe Komplexität dieses Themas sowie der großen Bandbreite der Betroffenen, haben wir uns entschlossen, uns auf unsere politischen Grundwerte einer liberalen Partei zu beziehen.

Leitziel der Liberalen sollte immer die Freiheit des Einzelnen sein, vor allem gegenüber staatlicher Gewalt. Wenn man niemanden fragt, was er möchte, handeln Politiker falsch. Wir aber streben keine konservative Bevormundung der Bürgerinnen und Bürger an. Deswegen lehnen wir das starre Festklammern von CDU und USD an den bestehenden Ratsbeschluss ab. Eine Befragung ist aachlogische Folge in Anbetracht des aktuellen Sachstandes.

Dennoch sollte man sich der zu Befragenden bewusst sein: Wer alles ist beteiligt oder involviert, wer ist befangen oder beeinflusst durch eine einseitige Information, und welche Auswirkungen kann eine solche Entscheidung für wen haben? Stellt man diese Fragen unter der Bewusstmachung der Entwicklung in der Diskussion in den letzten Monaten, kommt man u. E. einzig zu dem Schluss, dass eine reine Elternbefragung nicht ausreichen kann!

Jeder Einwohner dieser Stadt sollte ein Interesse daran haben, was mit der Gesamtschule geschieht, denn letztendlich kann die Schule nur dann bestehen, wenn die Entscheidung von allen mitgetragen wird. Schließlich muss die Entscheidung auch von allen Bürgerinnen und Bürgern Hamminkelns finanziell getragen werden, egal ob ein Gesamtschulstandort in Hamminkeln oder mit Teilstandort Dingden. Dabei finden wir es nur sachlich logisch und fair, auch diese Bürgerinnen und Bürger mit einzubeziehen.

Daneben gibt es noch weitere Aspekte, die für dafür sprechen, wie beispielsweise diese:
- Vereine mit ihren Mitgliedern, die ein Interesse am Erhalt des Schulgebäudes Dingden haben
- zukünftige Eltern, die ihr Kind - je nach Entscheidung - anmelden oder zu einer anderen Schule wechseln
- Die Infrastruktur um das heutige Schulzentrum Hamminkeln kann die zukünftige Gesamtschule bei einem Standort nicht aufnehmen, denn schon jetzt ist es mit nur drei Jahrgängen sowie Realschule sehr eng um das Schulgebäude und es muss nachgebessert werden. Mittelfristig käme man um den Ausbau des Straßennetzes (Westttangente!) nicht umher. Das betrifft aber auch die Anwohner rund um die Schule.

Wie schon in der Vergangenheit gefordert, muss mit unserer Entscheidung eine flächendeckende sachliche Information über die Auswirkung der jeweiligen Entscheidung einhergehen.
Letztendlich soll die Standortfrage aus unserer Sicht nicht zu einer Entscheidung nach Kassenlage führen, aber dennoch müssen die Bürgerinnen und Bürger gefragt werden, die damit etwas zu tun haben, und zwar alle!

Darum spricht sich die FDP Hamminkeln für die wohl fairste Möglichkeit der Mitbestimmung aus: eine Bürgerbefragung!
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