Falschparker behinderten Feuerwehreinsatz

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(Foto: Feuerwehr Heiligenhaus)
Heiligenhaus: Moselstraße | Bei einem Brand im Heiligenhauser Stadtteil Unterilp machten Falschparker der Feuerwehr das Leben schwer, wie diese nun mitteilt. Bei einem gemeldeten Wohnungsbrand an der Moselstraße war es nur schwer möglich, die großen Einsatzfahrzeuge in Stellung zu bringen. Glück im Unglück: Das Feuer war bereits gelöscht, als die Einsatzkräfte eintrafen.

Am Freitagmorgen piepsten die Meldeempfänger der Feuerwehr um 1.44 Uhr. An der Moselstraße meldeten Anwohner ein Feuer im 4. Geschoss eines Hochhauses, Flammen seien von außen zu sehen. "Nächtliche Einsätze bedeuten noch mehr Anspannung für uns, als sonst.", erklärt Pressesprecher Nils Vollmar. "Wir werden aus dem Schlaf gerissen, laufen oder fahren zum Feuerwehrhaus, müssen uns umziehen, Fahrzeuge besetzen und dann in der dunklen Nacht zum Einsatzort." Alles muss eben schnell gehen.

Falschparken kann Menschenleben kosten


Zum großen Hindernis wurde allerdings der Kreuzungsbereich zum Kinzigweg. "Für Hochhäuser gibt es vorgesehene Aufstellflächen für unsere Drehleiter - die müssen wir auch erreichen", erklärt Vollmar. Diese Fläche ist für das betreffende Haus nur vom Kinzigweg erreichbar. Von der Moselstraße beginnend standen im Kreuzungsbreich zum Kinzigweg so viele Fahrzeuge aneinandergereiht, dass es nur mit viel Rangieren und Fahrt über den Bürgersteig möglich war, das lebensrettende Fahrzeug in Stellung zu bringen. "Es sollte jeder wissen, dass es nicht erlaubt ist, fünf Meter vor Kreuzungen und Einmündungen zu parken", erklärt Vollmar, "aber das Schlimmste dabei ist, dass Falschparken Menschenleben kosten kann - und im Regelfall sind es dann die Anwohner selbst." Für die Feuerwehr eine unbefriedigende Situation, hat sie eben genau den Auftrag, so schnell wie möglich zu helfen.

Glück im Unglück war, dass das Feuer schon aus war, als die ersten Fahrzeuge eintrafen. Auf den Balkon brannte lediglich ein Blumenkasten, den Hausbewohner selbst gelöscht hatten. Die Feuerwehr erkundete noch die Brandstelle und war rund eine halbe Stunde später wieder einsatzbereit.
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