Neue Halle spart Zeit

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Thomas Hoffmann, der geschäftsführende Gesellschafter der gleichnamigen Kunststoffverarbeitung, zeigt Bürgermeister Dr. Jan Heinisch und Wirtschaftsförderin Anne van Boxel das Gehäuse eines Wasserabscheiders, der in Kraftstofffiltern von Lkws verbaut wird. Foto: Bangert
Heiligenhaus: Bolzplatz Humboldtstraße |

Bürgermeister besuchte Kunststoffe Hoffmann am neuen Standort


Das ist schon genial: Ganze Gliederzüge fahren in die Lagerhalle rein, werden be- oder entladen, und fahren vorwärts wieder raus. „Da muss kein Lkw rückwärts fahren oder rangieren, das spart Zeit“, beschreibt Thomas Hoffmann das Konzept des neuen Produktionsstandortes seiner Firma.

Sein Vater gründete im Jahr 1966 die Kunststoffverarbeitung Hoffmann in Velbert, schließlich zog man nach Heiligenhaus, 1991 übernahm Thomas Hoffmann die Geschäftsführung. Die Firma expandierte, das Gelände an der Carl-Zeiss-Straße wurde zu klein. Im November des vergangenen Jahres konnte der gesamte Betrieb an die Humboldtstraße verlegt werden. Die 2.500 Quadratmeter große Halle, die unter neusten energetischen Aspekten erreichtet wurde, bietet Platz für 20 Spritzmaschinen, auf denen Kunststoffteile von 0,5 Gramm bis zu 1,8 Kilogramm produziert werden. Rund 3 Millionen Euro inklusive des Grundstückes von der Stadt- und Bodenentwicklungsgesellschaft hat der Unternehmer an dem neuem Standort investiert.

Jetzt gratulierten Bürgermeister Dr. Jan Heinisch und Anne van Boxel von der städtischen Wirtschaftsförderung zum 50-jährigen Firmenjubiläum und ließen sich vom Firmeninhaber die Produktion zeigen. „Wir sind breit aufgestellt, unsere Hauptkunden sind die Automobil- und Elektroindustrie, aber auch die Schloss- und Beschlagindustrie gehört zu unseren Kunden“, sagt Thomas Hoffmann, der außerdem auf den eigenen Formenbau hinweist. Zurzeit sind 16 feste Mitarbeiter und sechs Leiharbeiter beschäftigt. „Es ist schwierig, Mitarbeiter zu finden, die das richtige Fach- und Basiswissen mitbringen“, klagt der Firmeninhaber.

Seine Kunden wünschen zunehmend komplette Baugruppen. Die lässt Hoffmann außerhalb des Hauses fertigen, zum Beispiel bei der Firma Mosca. Als der Betrieb an der Talburgstraße Ende April komplett ausbrannte, konnte Hoffmann seine leerstehende Halle im Gewerbegebiet Hetterscheidt-Nord als Ausweichquartier anbieten. „Und die Stadt konnte sofort Tische und Stühle zur Verfügung stellen, so dass zwei Tage später die Produktion weiter ging“, erinnerte der Bürgermeister an die unbürokratische Hilfe. Dr. Jan Heinisch teilte außerdem mit, dass Thomas Hoffmann an der Humboldtstraße bald zwei neue Nachbarn bekommt: „Die Firma IWS Handling aus Ratingen, die Produkte für die Bereiche Betrieb, Lager und Transport herstellt, wird in den nächsten Tagen mit dem Bau beginnen. Außerdem hat der Galvanikbetrieb Montero einen Bauantrag gestellt.“

Die Fernsicht auf das westliche Ruhrgebiet und Teile des Rheinlands wird dann eingeschränkt. Die bedeutet dem Unternehmer Hoffmann nicht so viel wie die Nähe zur A 44. „Eine Wohnbebauung an der Autobahn ist nicht so toll, aber für einen Industriebetrieb ist es ideal.“
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