Wohnen im Club

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Awo-Projektleiter Peter Horn freut sich über die gute Ausstattung der Gästezimmer im Heiligenhauser Club, in denen bis zum Sommer unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge untergebracht werden.Foto: Bangert
Heiligenhaus: Club | „Wir haben das in Heiligenhaus bestehende Netzwerk durchleuchtet, ich glaube, wir können die Integration gut schaffen“, gibt sich Heiligenhaus' Jugendamtsleiter Thomas Langmesser zuversichtlich. In den Räumen des Clubs in Heiligenhaus kommen ab sofort in fünf Gästezimmern minderjährige Flüchtlinge unter und werden rund um die Uhr von einem Team aus Fachkräften betreut.
Die Integration fängt in der Wohngruppe an: „Wir sind kein Hotelbetrieb“, betont Peter Horn von der Awo des Kreises Mettmann, der für die Betreuung verantwortlich ist. "Es sind ein paar Grundregeln zu beachten. Wir leben in einer Gemeinschaft, wo Aufgaben verteilt werden. Das Zusammenleben hier erfordert bestimmte Regeln, das fängt mit einem strukturierten Tagesablauf an. Achtung und Respekt sind wichtig. Wir sind Lotsen in dieser Gesellschaft." Es soll aber auch Spaß geben, sonst gibt es keine Entwicklung, weiß der Sozialarbeiter.
„Die Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren werden meistens aus Afghanistan, Syrien und dem Iran kommen“, vermutet der Jugendamtsleiter aus seiner bisherigen Erfahrung. Je nachdem, ob sie aus einer Landesunterkunft kommen oder der Stadt zugewiesen werden, bleiben die jungen Männer – auch Frauen werden aufgenommen – in der Wohngruppe. „Nach Abschluss des Clearingverfahrens wird dann entscheiden, ob ein therapeutischer Bedarf besteht,ob sie in einer Pflegefamilie oder ob sie bereits in eine eigene Wohnung ziehen können."
Awo-Geschäftsführer Rainer Bannert hat in den vergangenen zehn Jahren gute Erfahrungen mit unbegleiteten Flüchtlingen gemacht und geht davon aus, dass es auch im Club so sein wird. Projektleiter Horn freut sich über die komfortable Ausstattung: „Es ist schön, wenn sich zwei Bewohner nur ein Badezimmer teilen müssen, das macht vieles einfacher.“ Die Wohngruppe wird im Sommer in eine städtische Immobilie umziehen. Wo die sich befindet, wollte Langmesser noch nicht verraten, weil sie noch belegt ist.
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