Unabhängige Arbeitslosenberatung für Hemer

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Wann kommt endlich eine unabhängige Arbeitslosenberatung nach Hemer? Diese Frage hat ein Arbeitskreis des SPD-Ortsvereins an den Sozialausschuss des Rates über die SPD-Fraktion weitergeleitet.
In wenigen Jahren sind die Klagen gegen Hartz-IV Entscheidungen auf das Vierfache gestiegen. Dies ist noch beunruhigender, wenn man sich vor Augen führt, wieviel Verzweiflung bei den betroffenen Menschen nötig ist, damit sie gegen eine Behörde klagen, von der sie so weitgehend abhängig sind. Hinzu kommt, dass sich in diesem Bereich eine Bürokratie entwickelt hat, deren Anforderungen ein normaler Mensch kaum erfüllen kann.
Daher hat die SPD-Fraktion beantragt, für die nächste Sitzung des Sozialausschusses erfahrene Experten der unabhängigen Arbeitslosenberatung aus Iserlohn einzuladen.
Bei der Diakonie Ruhr-Mark ist Frau Rechtsanwältin Ina Thomas für die unabhängige Arbeitslosenberatung in Iserlohn zuständig. Beim gemeinnützigen aufRECHT e.V. ist Herr Ulrich Wockelmann Vorsitzender und Herr Rechtsanwalt Ralph Karnath Justiziar.
Die unabhängige Beratung von Arbeitslosen in Iserlohn, die auch Menschen aus Hemer beraten und betreut hatte, musste vor einem Jahr eingestellt werden, da die Zuschüsse durch das Land NRW von der damaligen Landesregierung gestrichen worden waren. In der Zwischenzeit wird von der Diakonie Ruhr-Mark in Iserlohn wieder eine unabhängige Arbeitslosenberatung angeboten, allerdings nur für Betroffene aus Iserlohn, während aufRECHT e.V. bereits auch in Hemer aktiv ist. Von Seiten der neuen Landesregierung werden ab dem Jahr 2011 wieder Zuschüsse für diese Arbeit bereitgestellt. Im Sozialzentrum Lichtblick der evangelischen Versöhnungsgemeinde in Iserlohn führt aufRECHTe.V. seit September 2009 eine unabhängige Arbeitslosenberatung durch. Bereits 390 hilfesuchende Menschen wurden in etwa 1100 Kontakten beraten. Über 75 Mal wurden betroffene Menschen von ehrenamtlichen Mitgliedern von aufRECHT zur ARGE als Beistand in Iserlohn und auch in Hemer begleitet.
Frau Thomas, Herr Wockelmann und Herr Karnath sollten Gelegenheit bekommen, ihre Arbeit
im Sozialausschuss vorzustellen. Anschließend sollte diskutiert werden, ob und in welchem Umfang die erfahrenen Gäste ggf. auch für Menschen in Hemer tätig werden können.
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