Projekt "Abschied nehmen" im Deilinghofener Familienzentrum "Meilenstein"

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"Tränchen", das Maskottchen der Aktion "Abschied nehmen", begleitete die Kinder auch bei der abschließenden Präsentation der Ergebnisse.
Hemer: Stephanus-Kindergarten |

Im Deilinghofener Familienzentrum "Meilenstein"/Ev. KTE Stephanus fand kürzlich bereits zum dritten Mal das bemerkenswerte Projekt "Abschied nehmen" statt, in dem sich die Vorschulkinder mit dem Thema Tod und Trauer auseinandersetzen.

"Gefühle, was sind Gefühle und wie können wir sie ausdrücken?", "Was wissen Kinder über Sterben, Tod und Trauer?" oder "Was ist die Seele?" - Alles nicht ganz einfache Fragestellungen, mit der sich die Kinder in der Deilinghofer Kindertageseinrichtung bereits zum dritten Mal auseinandersetzten. Natürlich nur, wer mochte und als freiwilliges Angebot, wie deren Leiterin Andrea Krause betont.
"Ich halte diese Arbeit für ganz wichtig, denn natürlich kommt es auch bei uns im Kindergarten regelmäßig vor, dass Kinder mit diesem traurigen Thema konfrontiert werden - sei es der Tod von Oma oder Opa, eines Elternteils oder auch von Geschwistern."
Dabei kooperiert das Familienzentrum mit "ZeitGESCHENK", dem Mobilen Kinder- und Familienhospiz-Dienst der Caritas. Dessen Leiterin Johanna Schwarte führte die Kinder zusammen mit der Plüschfigur "Tränchen" einfühlsam und mit viel Fantasie an die Themen Tod und Trauer heran. Im Rahmen von acht ein- bis eineinhalbstündigen Terminen erkundeten die Kinder auch den Deilinghofer Friedhof, wo sie viel Interessantes über die Arbeit eines Friedhofsgärtners erfuhren und selbstgestaltete Erinnerungssteine auf selbst ausgewählte Gräber legen konnten. Des Weiteren stand der Besuch des Hemeraner Bestattungsunternehmens Bühner auf dem Programm. "Gerade dort finde ich es immer wieder bemerkenswert, wie offen, direkt und unbefangen Kinder an dieses Thema herangehen", so Andrea Krause. So wurde schon mal ausprobiert, wie viel Platz ein Sarg denn so biete oder schon mal eine besonders schöne Urne für sich ausgesucht - eben kindliche Neugierde statt späterer Befangenheit und Angst.
Abgerundet wurde das Projekt "Abschied nehmen" durch verschiedene kreative und Bewegungsangebote sowie ein Abschlusstreffen, wo die Kindern ihren Eltern das Gelernte präsentierten. "Da ich von der Wichtigkeit der Thematik überzeugt bin, soll das Projekt ,Abschied nehmen' bei uns in der Einrichtung auch zukünftig regelmäßig stattfinden", blickt Andrea Krause nach der erfolgreichen 2016er-Auflage dann auch schon mal ein bisschen in die Zukunft.
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