Segwaypolo-Weltmeisterschaft in Hemer

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Hemer: Overhoff-Arena Am Damm | Hemer. Barbados, Stockholm, Washington, Köln und in 2017 Hemer. Die Felsenmeerstadt wird nach bekannten Großstädten zur Weltmeisterstadt. Dafür sorgen die Hemer Butterflies, die vom 27. bis 30. Juli die Weltmeisterschaften im Segwaypolo ausrichten.
Verrückte Sportart
Wie beim Fußball gilt: Das Runde muss ins Eckige und am Ende siegt der, der ein Tor mehr geschossen hat. Tore schießen, das machen die Spieler beim Segwaypolo nicht mit dem Fuß, sondern mit einem Mallet (Schläger) in der Hand und auf dem Segway fahrend. Mit bis zu 20 Stundenkilometern geht es rasant über den Platz, und wer den Sport zum ersten Mal sieht, denkt, er hat eine Mischung aus Pferdepolo und Hockey vor Augen. Nur, dass das Pferd gegen ein Segway getauscht wird. Eine Mannschaft besteht aus fünf Spielerinnen und Spielern.
Top-Teams kommen
18 Mannschaften aus sieben Nationen geben sich in der Overhoff-Arena in Hemer ein Stelldichein und reisen aus Barbados, den USA, Schweden, England, Schweiz, Österreich und Deutschland nach Hemer. Auch wenn sich der Sport immer weiter verbreitet, gilt er dennoch als ein wenig exotisch. „Eines ist sicher, wer sich einmal für Segwaypolo entschieden hat, wird süchtig, denn es macht irre Spaß“, schwärmt Butterflies-Kapitän Thomas Averhage von seinem Hobby. Die Segwaypolo-Spieler aus aller Welt kommen regelmäßig zu kleinen und großen Turnieren zusammen, so fanden im vergangenen Jahr unter anderem die Europameisterschaften im spanischen Denia statt. Die WM wird alle zwei Jahre gespielt.
Ende des vergangenen Jahres haben sich die Butterflies, die zu Zeiten der Landesgartenschau 2010 in Hemer entstanden sind, dazu entschlossen, sich als Ausrichter der WM bei der ISPA (International Segway Polo Association) mit Sitz in den USA zu bewerben. Das war auf der Geburtstagsfeier des Teamcaptains, und auf einer Serviette wurden die ersten Ideen niedergeschrieben. „Auf einmal waren alle Feuer und Flamme und haben für die Idee gebrannt. Auch wenn der Respekt vor einer so gewaltigen Aufgabe für unseren Verein mit genau sieben Mitgliedern groß ist, waren wir sicher, dass wir das stemmen können. So entwickelten wir ein Konzept, schickten die Bewerbung los und die Zeit des Wartens begann“, erinnert sich Butterflies-Vorsitzende Carmen Ahlers an nervenaufreibende Wochen bis der Zuschlag Anfang 2017 kam. Neben Hemer hatte sich auch Spanien für die Ausrichtung des „ISPA WOZ Challenge Cups“ beworben.
Wozniak kommt
So lautet der offizielle Titel der Weltmeisterschaft, denn das Turnier ist nach dem Apple-Mitbegründer Steve Wozniak benannt, der Segwaypolo vor über zehn Jahren mit auf den Weg gebracht hat und als Erfinder des Funsports gilt. Der populäre Amerikaner hat zugesagt – wie schon bei der Europameisterschaft 2010 –nach Hemer zu kommen, um als Spieler mit seinem Team an den Start zu gehen. Wozniak versucht immer, bei den Turnieren zu spielen, auch wenn Segwaypolo-Turniere nur ein kurzer privater Zwischenstopp zwischen wichtigen Geschäftsterminen sein können.
„Aktuell sind wir Sportler echte Eventmanager“, beschreibt Astrid Gonska als 2. Vorsitzende die arbeitsintensive Organisation der WM. Seit Januar kehrt keine Ruhe ein, denn eine WM zu planen, das macht man nicht nebenher. Doch in Hemer stößt das Vorhaben der Butterflies, Hemer zur WM-Stadt zu machen, auf viel Gegenliebe und auch Euphorie. Die Schirmherrschaft übernahm Bürgermeister Michael Heilmann; Unterstützung kommt aber nicht nur aus der Hemeraner Stadtverwaltung, sondern auch aus der Sauerlandpark, aus Betrieben aus der Region, aus Hemeraner Vereinen und von Privatpersonen, die es super finden, was der kleine Verein da als Event für die ganze Region aufziehen möchte.
Kooperation zwischen der SG und Butterflies
In der SG Hemer haben die Butterflies einen starken Partner gefunden, denn aus den Reihen des Fußballvereins, der in der Overhoff-Arena normalerweise seinen Ligabetrieb spielt, kommen rund 40 Volunteers, die überall dort helfen, „wo es brennt“. Zum einen stellt die SG Hemer die Zeitnehmer und Torrichter und sorgt neben anderen Caterern an allen vier Spieltagen dafür, dass es Spielern und Spielerinnen sowie den Zuschauern gut geht. Gespielt wird Donnerstag bis Samstag je von 10 bis 18 Uhr und am Finaltag bis ca. 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. Auch für ein kleines Rahmenprogramm ist gesorgt.
Die Spannung ist groß, denn die Teams trainieren hart, um Barbados als Titelverteidiger vom Thron zu stoßen. Die Spiele finden zunächst in drei Gruppen statt, die am Mittwoch, 26. Juli, beim Opening im Jugend- und Kulturzentrum am Park gezogen werden. „Wir alle sind mit viel Herzblut dabei und wollen eine tolle WM hinlegen. Und am Ende sind wir stolz, wenn alle glücklich und zufrieden das kleine Hemer wieder verlassen und sich lange an die WM der Butterflies erinnern werden“, so Ahlers.
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