Keine Umzüge ohne Modellschule?

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„Ein Umzug der Grundschule im Dorf in das Gebäude der Hauptschule wird große Auswirkungen auf die Schullandschaft haben“, ist sich Jennifer Külpmann, Pflegschaftsvorsitzende der Vinkenbergschule, sicher.

Um so wichtiger sei eine rege Beteiligung der Herdecker am Bürgerentscheid. Am Sonntag, 17. März, wird nämlich darüber entschieden, ob solch ein Umzug auch von statten geht, wenn die Modellschule nicht kommen sollte.
„Der ursprüngliche Ansatz war ja durchaus berechtigt und es gilt weiterhin das Problem der weiterführenden Schule zu lösen“, so Belén Rivera-Winkler von der Bürgerinitiative „Keine Umzüge ohne Modellschule“. „Doch hier müsste erst geklärt werden, ob die Modellschule überhaupt dem Elternwillen entspricht.“ Die Entscheidung hierzu fällt erst im Mai.
Die bisherigen Lösungsansätze und Planungen sind den Vertretern der Bürgerinitiative nicht durchdacht genug. „Mit Schnellschüssen ist hier keinem geholfen, schon garnicht den Kindern“, sagt Dirk Ippach. „Dieser Politikstil ist einfach nur arrogant.“ Zumal die erforderlichen Bescheide der Bezirksregierung Arnsberg bezüglich der Schulumzüge noch ausstehen.
Bereits entschieden ist hingegen das Schicksal der Hauptschüler. Müssen sie der Grundschule im Dorf weichen, werden sie für gut zweieinhalb Jahre in Containern auf dem Schulgelände unterrichtet werden - so die verpflichtende Ansage aus Arnsberg. Das bringt auch das von der Stadt viel zitierte Finanzgefüge ordentlich durcheinander. „Allein die Containermiete beträgt 240.000 Euro, von den immensen Energiekosten für eine Beheizung gar nicht zu sprechen“, so Külpmann. Für ebenso fraglich hält man einen reibungslosen Busverkehr zwischen den Schulen. „Auch hier gibt es noch keine konkreten Pläne seitens der Stadt“, bemängelt die Initiative. Für sie gibt es daher nur eine Antwort: „Ja, keine Umzüge ohne Modellschule.“
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