HEV weiter auf Titelkurs

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Willi Gross zeigte, was er drauf hat. Foto: HEV

Sie waren bislang sehr selten: Die engen Spiele am Gysenberg. Am Freitagabend erlebten die knapp 500 Zuschauer in der Gysenberghalle, eines dieser seltenen Phänomene. Die Zweitvertretung der Kasseler EJ reiste – trotz Winteranbruchs – mit einem Torhüter und zwölf Feldspielern an. Wer jedoch daran dachte, dass sich das Spiel zu einem Selbstläufer entpuppen würde, der irrte.

Kassel verteidigte stark an der blauen Linie und der Herner EV war, wie so oft in dieser Spielzeit, genötigt, das Spiel zu machen. Das gelang den Hausherren auch sehr gut, nur mangelte es an dem, was HEV-Trainer Carsten Plate im Anschluss als „Schusspech“ beschrieb. Entweder traf man nur Gäste-Torhüter Tobias Arndt oder die Schüsse gingen um Haaresbreite am Gehäuse der Hessen vorbei. Somit endete auch das erste Drittel für viele überraschend mit 0:0.
Und wie es so ist im Sport: Wenn man die Tore vorne nicht macht, wird man hinten bestraft. So auch der HEV. Ein Schuss auf das Herner Tor wurde so unglücklich abgefälscht, dass sich die Scheibe hinter Tim Koziol ins Herner Tor senkte. Doch die Freude auf Seiten der Hessen sollte nur von kurzer Dauer sein. Denn keine Minute später glich Alexander Brinkmann für die Hausherren aus. Doch es blieb bei der alten Leier. Die Gysenberger liefen an und Kassel beschränkte sich auf das Kontern. Und das mit Erfolg. 36. Spielminute, Schuss auf das Herner Tor, Koziol pariert und im Nachschuss gelingt der EJ die wiederholte Führung. Mit 1:2 ging es auch in die letzte Drittelpause.
Was Carsten Plate seinen Schützlingen in der Pause gesagt hat, bleibt nur zu vermuten. Was er jedoch sagte, trug Früchte. Zunächst glich Kapitän Frank Petrozza zum 2:2 aus, bevor Mika Paananen die Gysenberger zum ersten Mal in Führung brachte. Willi Gross und Damian Schneider bauten diese dann weiter aus, sodass auch der 3:5-Anschlusstreffer der Kasseler keine weiteren Auswirkungen mit sich führte. „Es war ein hartes Stück Arbeit und ein Kompliment an Kassel, für eine konzentrierte und leidenschaftliche Defensivarbeit“, resümierte Plate auf der anschließenden Pressekonferenz.
Für den HEV geht es nun heute weiter. In einem Testspiel gegen die Ritter aus Nordhorn, will der HEV im Spielrhythmus bleiben. Das Hinspiel gegen den Oberligisten konnte der HEV im Oktober mit 3:2 für sich entscheiden. Bully ist um 18.30 Uhr in der Gysenberghalle. Der Eintritt bei freier Platzwahl beträgt 5 Euro.
Tore: 0:1 (24:06 Min.); 1:1 (25:37 Min.) Brinkmann (Schneider/Kuntu-Blankson); 1:2 (35:04 Min.)(+1); 2:2 (47:52 Min.) Petrozza (Richter/Paananen) (+1); 3:2 (49:40 Min.) Paananen (Petrozza/Miettinen); 4:2 (50:28 Min.) Gross (Schneider); 5:2 (55:07 Min.) Schneider (Schlicht/Kolewe); 5:3 (57:07 Min.). Strafen: Herner EV: 8 Minuten, EJ kassel 1b: 12 Min. Jesper Dahl-Jörgensen
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