Pokal-Sensation! Die RBH-Damen schmeissen den Regionalligisten Rhöndorfer TV aus dem WBV-Pokal, großartige Leistung des Teams beim 71:69 Erfolg !!!

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Sekunden vor dem Ende der Partie sorgte Verena Taubenberger von den Ruhrpott Baskets Herne mit ihrem Treffer für den 71:69 Sieg ihres Teams, das damit erstmalig in der Vereinsgeschichte in das WBV-Pokal-Viertelfinale einzieht. (Foto: Dirk Unverferth)
 
Lisa Niedrig von den Ruhrpott Baskets Herne zeigte einmal mehr unbändigen Kampfgeist über die gesamte Spielzeit und war deshalb enorm wichtig für den Erfolg über den Regionalligisten Rhöndorfer TV! (Foto: Dirk Unverferth)
Samstag, 22.11.2014

WBV-Pokal Damen, Achtelfinale:
Ruhrpott Baskets Herne – Rhöndorfer TV 71:69 (34:41)
Viertelergebnisse: 25:23 / 9:18 / 14:11 / 23:17
Mannschaftsaufstellung und Punktverteilung:
Muny (23, 1 Dreier), Taubenberger (21, 4 Dreier), Günther (13), Strozyk (6), Niedrig (4), Schmidt (4), Hlinski, Holtkamp, Moschner
Freiwurfquote: 73 % (22/30)

Auch im Basketball gilt offensichtlich der Spruch „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“: Die Landesliga-Damen der Ruhrpott Baskets Herne stehen nach dem sensationellen 71:69 Erfolg über den Regionalligisten Rhöndorfer TV erstmalig in der Vereinsgeschichte im Viertelfinale um den WBV-Pokal!


Die ersatzgeschwächten Gäste traten mit nur 7 Spielerinnen zum WBV-Pokal-Achtelfinale in Herne an. RBH-Trainer Heiko Dittinger standen 9 Spielerinnen zur Verfügung, von denen letztlich aber über die gesamten 40 Spielminuten nur 6 Spielerinnen zum Einsatz kommen sollten.

Von der ersten Sekunde an entwickelte sich eine intensiv geführte Partie, in der die Gäste überraschenderweise über die gesamte Spielzeit mit einer Zonenverteidigung agierten, während der Landesligist ausnahmslos auf eine Mann-Mann-Verteidigung setzte.

Verena Taubenberger eröffnete die Partie mit einem Dreier, nach dem ersten Korberfolg der Gäste aus Bad Honnef erhöhten Lisa Niedrig mit zwei Freiwürfen und Mareike Muny sogar auf 7:2 für die RBH-Damen (2. Minute). Der Rhöndorfer TV kam in der Folgezeit immer besser in die Partie, doch den frühzeitig erarbeiteten Vorsprung konnten die Ruhrpott Baskets bis zum Ende des 1. Viertels zumindest noch knapp verteidigen, nach 10 Minuten Spielzeit führte der krasse Außenseiter mit 25:23.

Doch der David hielt gegen den Goliath auch zu Beginn des 2. Viertels konsequent dagegen, Anna-Lena Schmidt per Freiwurftreffer, die vor allem in der ersten Halbzeit bärenstarke Mareike Muny mit zwei Treffern und Anja Strozyk schraubten den Vorsprung bis zur 14. Minute sogar bis auf 32:25. Doch dann hatten die Gäste bis zur Halbzeitpause ihre mit Abstand stärkste Phase, mit einer 16:2 Serie drehten sie die Partie und gingen ihrerseits mit einer 41:34 Führung in die Kabine.

Trotz des 7-Punkte-Rückstandes zur Halbzeitpause glaubten die Gastgeberinnen weiter an ihre Chance und man nahm sich vor nach dem Seitenwechsel noch mal an die wirklich überragende Leistung der ersten 14 Spielminuten anzuknüpfen. In der Verteidigung stellte man von einer Ganzfeld- auf eine Halbfeldverteidigung um.

Leider versagten dann zu Beginn des 3. Viertels kurzzeitig die Nerven an der Freiwurflinie, als man 3 von 4 Möglichkeiten ausließ. Doch nach dem zweiten erfolgreichen Dreier von Verena Taubenberger und einem Korb von Anja Strozyk klappte es endlich auch von der Frewurflinie aus perfekt. Mareike Muny, Verena Taubenberger und Lea Günther wurden durch gegnerische Fouls an die Linie geschickt und alle drei Spielerinnen erzielten eiskalt zwei Treffer, nach 28 Minuten war man beim Stand von 46:50 wieder voll im Geschäft.

Mit 48:52 ging es schließlich in das Schlussviertel. Und nun sollte es immer dramatischer werden. Rhöndorf hatte den besseren Start in das letzte Viertel und lag nach 32 Minuten wieder mit 9 Punkten in Führung (57:48), erneut war es Verena Taubenberger mit ihrem 3. Dreier, die das Signal zur Aufholjagd gab, Mareike Muny legte nach und Verena Taubenberger traf drei von vier Freiwürfen und die RBH-Damen waren wieder bis auf 5 Punkte herangekommen (56:61, 34. Minute). Rhöndorf hatte aber erneut die passende Antwort und lag nach 37 Minuten ein weiteres Mal mit 9 Punkten in Führung, beim Stand von 56:65 aus Herner Sicht schien die Partie für die anwesenden Zuschauer so gut wie gelaufen zu sein.

Doch dann folgte ein letztes Aufbäumen der tapfer kämpfenden Hernerinnen. Mareike Muny traf zum 58:65, doch Rhöndorf hatte erneut die passende Antwort und stellte die 9-Punkte-Führung wieder her. Dann hatte die einmal mehr in der Verteidigung herausragende Lea Günther ihre stärkste Phase in der Offensive, zunächst war sie nicht einmal durch ein Foul zu stoppen und verwandelte auch den Bonusfreiwurf, nach einem Ballgewinn in der Verteidigung, in der sich jetzt Verena Taubenberger viele wichtige Rebounds sicherte war es dann erneut Lea Günther, die ihr Team bis auf 4 Punkte heran brachte (63:67, 39. Minute). Rhöndorf wurde an die Freiwurflinie geschickt und behielt die Nerven, 63:69 und nur noch wenig mehr als eine Minute war zu spielen. Im nächsten Angriff verkürzte Verena Taubenberger per Dreier auf 66:69.

Und ein weiteres Mal konnte die starke RBH-Teamverteidigung einen Angriff der Gäste stoppen und kurz darauf wurde Anna-Lena Schmidt 23 Sekunden vor dem Spielende gefoult und an die Linie geschickt. Selbst mit zwei Treffern hätte Herne nur auf einen Punkt Rückstand verkürzen können, doch dann gab es ein technisches Foul gegen die Bank des Rhöndorfer TV. Und dadurch die Chance mit 3 Freiwurftreffern gleichzuziehen und mit dem anschließenden Ballbesitz sogar das Spiel noch zu gewinnen. Anna-Lena Schmidt traf den ersten Freiwurf und verwandelte auch den zweiten Freiwurf eiskalt. Und damit stand fest, dass sie auch den Freiwurf für das technische Foul werfen würde…und auch der war drin, die Partie war 23 Sekunden vor dem Ende ausgeglichen (69:69).
Und dann wurde wie gewünscht die Uhr heruntergespielt und drei Sekunden vor dem Ende der Partie nahm Verena Taubenberger den letzten und entscheidenden Wurf und es sollte der entscheidende Treffer werden. Gefühlt in Zeitlupe flog der Ball in Richtung Korb und durch die Reuse…in den verbleibenden 2 Sekunden gab es nur noch die Chance für einen Notwurf von der Mittellinie aus, der den Herner Korb weit verfehlte, der Rest war dann unbändiger Jubel auf Herner Seite!

„Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft, das war ein überragendes Spiel. Wir hatten das Spiel im letzten Viertel mehrmals schon so gut wie verloren, haben uns aber immer wieder zurückgekämpft und haben uns diesen Erfolg aufgrund des über die gesamten 40 Spielminuten vorbildlichen Einsatzes wirklich verdient. Unter den besten 8 Teams im WBV-Pokal zu stehen ist ein überragender Erfolg für unseren erst im März 2013 gegründeten Verein, jetzt wünschen wir uns einen Oberligisten als Gegner, dann ist vielleicht sogar der Einzug in das Halbfinale möglich. Auf jeden Fall freuen wir uns schon jetzt auf das Viertelfinale um den WBV-Pokal“, freute sich RBH-Trainer Heiko Dittinger nach der Partie mit seinen Damen.

Die besten Genesungswünsche seitens der Ruhrpott Baskets Herne gehen übrigens an Seraphine Kadiata vom Rhöndorfer TV, die sich in der Schlussphase der Partie am Knie verletzt hat.

Das nächste Meisterschaftsspiel findet am kommenden Samstag, den 29.11.2014 um 16 Uhr statt. Gegner in der SH Flottmannstraße, Hölkeskampring 2 in Herne sind dann die Damen des TVG Kaiserau. Zuvor spielt um 14 Uhr bereits die weibliche U11 der Ruhrpott Baskets in der Jugend-Regionalliga gegen den TSV Hagen II.

Ruhrpott Baskets Herne e.V., Heiko Dittinger, 23.11.2014
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