Chemie-Grundkurs des Gymnasiums zu Gast im Wasserstoff-Anwenderzentrum

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  Herten: Wasserstoff-Anwenderzentrum h2herten |

Christian Koch und Felix Wienhöfer stecken die Köpfe über einer Versuchsanweisung zusammen. Auf dem Tisch vor ihnen steht das Fahrgestell eines Modellautos. Sie sollen es mithilfe von Elektrolyse und Brennstoffzellen zum Fahren bringen.

Die beiden sind Schüler der Qualifikationsstufe 1 (Q 1) am Städtischen Gymnasium Herten. In ihrem elften Schuljahr besuchen sie den Chemie-Grundkurs. Der Lehrplan sieht neben der Theorie auch Exkursionen vor, in deren Rahmen sich die Schüler in praktischen Experimenten versuchen können.

Deshalb ist der Kurs zu Gast im Wasserstoff-Anwenderzentrum auf Ewald. Hier betreibt die Anwenderzentrum h2herten GmbH eine Elektrolyse-Modellanlage, die Energie als Wasserstoff speichert. Sie ist ein entscheidender Baustein im Hertener Klimakonzept 2020+: Vor Ort können Klimaschutz-Experten und Forscher die neue Technologie kennenlernen. Ein Schwerpunkt liegt aber auch auf der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern. Also freut sich das Team sehr über den Besuch der Q 1.

Von Thorben Müller, technischer Berater im Anwenderzentrum, haben die jungen Gäste eine Einführung in die Welt des Wasserstoffs bekommen. Sie haben gelernt, dass Wasserstoff sehr gut dafür geeignet ist, große Energiemengen zu speichern. Das ist deshalb besonders interessant, weil so überschüssige Energiemengen aus erneuerbaren Quellen wie Wind oder Sonne nicht verloren gehen. Und natürlich hat Thorben Müller ihnen auch aufgezeigt, in welchen Berufsfeldern sie später mit Wasserstoff arbeiten und forschen können.

Jetzt geht es ans Experimentieren: Mithilfe einer Schreibtischlampe und eines Photovoltaik-Moduls erzeugen die Schülerinnen und Schüler Energie, die dann in Form von Wasserstoff gespeichert wird. Durch eine Brennstoffzelle soll dann der Wasserstoff Energie liefern, um ein Modellauto anzutreiben.

Als Experimentierteam haben Christian Koch und Felix Wienhöfer den Versuch inzwischen aufgebaut. Während an den anderen Tischen noch ausprobiert wird, ist ihr Auto bereits ins Rollen gekommen - sehr zur Überraschung der beiden Schüler: „In der Schule funktionieren unsere Experimente eigentlich nie“, meint Christian Koch grinsend.

An den Tischen, an denen es nicht so reibungslos klappt, gibt Thorben Müller Hilfestellung. Er erklärt: „Die Brennstoffzelle darf nicht austrocknen. Vielleicht hat sie in dem einen oder anderen Experimentierkasten zu lange gelagert.“ In der großen Windstrom-Elektrolyse passiert das natürlich nicht: Hier werden die Komponenten überwacht und im optimalen Betriebszustand gehalten. Das schauen sich die Jugendlichen vom Gymnasium direkt vor Ort an.

Im h2herten sind nicht nur Kurse aus der gymnasialen Oberstufe willkommen: In dieser Woche war eine neunte Klasse zu Gast. Für sie haben Thorben Müller und seine Kollegen vom H2-Netzwerk Ruhr den Vormittag altersgerecht ein bisschen anders gestaltet. Natürlich haben auch sie eine Einführung ins Thema bekommen und den Elektrolyseur besichtigt. Anschließend ging es für die Jugendlichen aber an die frische Luft: Hier haben sie das Gelernte per Geocashing-Parcours quer über das Ewald-Gelände wiederholt und vertieft.
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