Das Schweigen der Männer

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Auftritte wie hier beim Auftritt beim Gottesdienst anlässlich des Männersonntags in der Erlöserkirche gehören zum Jahresprogramm.Foto: privat
Männerquartett Schlägel und Eisen braucht dringend "Nachwuchs"

Vereine klagen heutzutage immer wieder über Nachwuchsprobleme. Wenn aber der Jüngste im Club über 60 ist, handelt es sich in der Tat um ein echtes Problem. Die Chorsänger des Männerquartetts Schlägel und Eisen haben es nicht leicht, finden sich doch kaum noch stimmfreudige Mitstreiter.
"Kinder und Jugendliche singen immer noch gern, aber sobald sie erwachsen sind, finden sie kaum noch den Weg in einen Chor", erzählt Rudi Refke dem Stadtspiegel.
Seitdem das Männerquartett 1926 mit dem MGV Schlägel und Eisen fusioniert hat, ist man auf der Suche nach patenten Mitstreitern. Das ist nicht immer einfach. "Es gibt zwar überall Gospelchöre, doch Menschen, die unsere Lieder singen wollen, sind rar gesät", ergänzt Karl-Josef Ptascheck. Dabei wäre eine Verjüngung dringend nötig. Der "Nachwuchs" darf dabei gerne auch schon 40 oder 50 sein.
24 aktive Sänger stimmen einmal in der Woche Bergmanns- und Volkslieder, aber auch Schlager und Musical-Hits an. "Da gibt es durchaus auch moderneres Liedgut", sagt Rudi Refke. Dabei geht es dem Chor nicht nur ums reine Singen. "Wir haben drei G's: Gesang, Geselligkeit, Gemeinschaft", weiß Ptascheck und verweist auf Musicalbesuche in Hamburg und andere Ausflüge.
Mitsingen kann übrigens jeder, einzig die Freude am Gesang muss vorhanden sein. "Das ist alles völlig zwanglos", weiß Refke und würde sich freuen, wenn interessierte Chormitglieder in spe einfach einmal zur Probe an einem beliebigen Dienstag von 20 bis 21.30 Uhr im Haus Alt Westerholt vorbeikommen wollen.
Die schnieken Bergmannsoutfits werden übrigens gestellt. Am 30. April hat der Chor einen Auftritt beim "Bergfest" auf Schlägel und Eisen, da ist jede Stimme gefragt. Bei uns ist jeder herzlich willkommen.
Rudi Refke
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