Hertener Löwen: Derby-Sieg kaschiert Saison-Debakel

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Vor allem die Importspieler machten in dieser Saison oft den Unterschied aus.

Mit 99:90 nach Verlängerung (22:21, 18:21, 14:30, 29:11, 16:7) haben die Hertener Löwen am Samstag ihr Derby gegen die BG Dorsten gewonnen. Die Partie war das letzte Heimspiel der Hertener Basketballer in der ersten Regionalliga West. Ihre erste Saison in der Liga nach dem Abstieg aus der Zweiten Bundesliga ProB beenden die Löwen voraussichtlich auf Platz zehn der Tabelle.

Den Abschluss der Saison bildet für die Hertener Löwen ein Spiel bei den Ballers Ibbenbüren. Am Samstag, 1. April, treten sie dort um 19 Uhr an (Sporthalle Ost, Am Sportzentrum 20). Die Ballers stehen auf Platz fünf der Tabelle mit 28 Punkten, Herten dagegen hat 24 Punkte und reiht sich damit hinter den punktgleichen Vereinen Salzkotten und Bonn II auf.
Als Aufsteiger in die Zweite Basketball-Bundesliga steht dagegen Schwelm bereits fest. Etliche personelle Veränderungen und ein deutlicher Rückgang der Zuschauerzahlen prägten die Hinrunde für die Löwen. Erst als im November öffentlich über die Kündigung von Spielern aus finanziellen Gründen spekuliert wurde, verbesserte das Team seine Leistung und gewann ein paar Spiele.
Die Siege – insgesamt zwölf in 25 Spielen – gingen jedoch selten auf eine echte Teamleistung zurück. Vielmehr lebte das Spiel der Hertener Löwen stets von der Tagesform einzelner Spieler. Dabei entpuppte es sich nicht nur als Problem, dass es immer wieder Verletzungen bei den Spielern gab, darunter auch zwei Langzeit-Verletzungen (bei James Chute und Christian Meiswinkel), sondern vor allem die Abhängigkeit von der Leistung der Importspieler war deutlich. Der US-Amerikaner Kofi Josephs machte bis zu 51 Punkte in einem Spiel, doch wenn ein gegnerisches Team es schaffte, ihn zu verteidigen, sah es für die Löwen nicht gut aus. Denn viele der Hertener Stammspieler zeigten über die gesamte Saison keine konstante Leistung.
Auch im Derby gegen die BG Dorsten am letzten Samstag zeigten die Hertener keine durchweg gute Leistung. Nachdem sie im dritten Viertel ins Hintertreffen geraten waren, kämpften sie sich jedoch im letzten Durchgang heran. Kurz vor dem Ende der Partie glichen die Löwen aus, und erzwangen so die Verlängerung. Hier konnten sie auf mehr Spieler zurückgreifen, und gewannen letztlich mit neun Punkten Unterschied.
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