LKW ohne Bremsfunktion unterwegs

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Nicht nur die Bremsen des LKW haben die Prüfung nicht bestanden. (Foto: Polizei Mettmann)

Am vergangenen Freitagnachmittag, 12. August, gegen 14 Uhr, fiel einem Kradfahrer vom Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Mettmann in Hilden ein Kleinlastwagen eines Paketdienstes auf. Der Fahrer des LKW hielt trotz dichten Fahrzeugverkehrs auf der Berliner Straße einen außergewöhnlich großen Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen ein.

Dieser Umstand und der erkennbar schlechte Allgemeinzustand des Kleinlastwagens veranlassten den Beamten zu einer eingehenden Kontrolle des Mercedes Vito. Dabei wurden unmittelbar zahlreiche Mängel an Beleuchtung und Bremsen festgestellt, die den Beamten veranlassten, eine sofortige Prüfung des 18 Jahre alten Fahrzeugs
durch einen amtlichen Sachverständigen anzuordnen. So wies beispielsweise eine Bremsscheibe deutlichen Rostbefall auf, was auf eine mangelnde Funktion der Bremse schließen ließ.

42 Mängel gefunden

Die bei einer in unmittelbarer Nähe gelegenen Prüfinstitution in Hilden durchgeführte Begutachtung des LKWs erbrachte dann insgesamt 42 Mängel. Insbesondere die Bremsenmängel führten zu einem eindeutigen Urteil des Sachverständigen: "Verkehrsunsicher!" Bereits als der Prüfer das Fahrzeug auf eine Hebebühne fahren wollte, stand für ihn dieses Urteil fest, weil er den Vito nicht rechtzeitig anhalten konnte und deshalb über den Bühnenstandplatz hinaus fuhr.

Unter anderem wurden folgende gravierenden Mängel registriert :
- Betriebsbremse vorne rechts und hinten Totalausfall - Bremspedal ließ sich bis zum Bodenblech durchtreten
- Keine Bremsflüssigkeit im Vorratsbehälter,
- Feststellbremse (Handbremse) defekt,
- Beleuchtung vorne annähernd Totalausfall,
- Lenkung undicht,
- beide Radlager vorne total ausgeschlagen.

Die Weiterfahrt des Vitos wurde untersagt. Das verkehrsunsichere Fahrzeug musste von einem Abschleppunternehmen abtransportiert und in eine Werkstatt gebracht werden. Die letzten Pakete im Fahrzeug erreichten ihr Ziel an diesem Tag leider nicht mehr. Fahrer und Halter des verkehrsunsicheren Fahrzeugs erwarten nach Anzeigenerstattung jetzt empfindliche Geldbußen und "Punkte in Flensburg".
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