Wolfgang-Hamann-Stiftung: Projekte für den Hildener Nachwuchs

Anzeige
(Foto: Michael de Clerque)

Kindern und Jugendlichen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen - und besonders junge Menschen aus einkommensschwachen Familien zu unterstützen - dafür setzt sich die Wolfgang-Hamann-Stiftung ein. Der räumliche Schwerpunkt liegt auf der Itterstadt

2005 gründete der Hildener Wolfgang Hamann die Stiftung. Unterstützt wurden in der Vergangenheit unter anderem das Friedensdorf Oberhausen und der Düsseldorfer ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst - und immer wieder sind es Projekte in Hilden, die unterstützt werden.

"Bis vor wenigen Monaten war ich quasi Einzelkämpfer", erzählt Hamann. "Als Herr Gatzke in Ruhestand ging, habe ich ihn gefragt, ob er ehrenamtlich mitarbeiten möchte. Er hat sofort begeistert Ja gesagt."

"Es gibt keine Verwaltungskosten"

Wolfgang Hamann und Reinhard Gatzke, Beigeordneter a.D., bilden den Vorstand. Dem Stiftungsbeirat gehören Prof. em. Dr. Georg Stötzel von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Olaf Berk, Dipl. Betriebswirt bei Berk & Partner Steuerberater in Düsseldorf und Hamanns Tochter Birgit Storm an.

Egal, ob ein Workshop der Musikschule oder ein schulische Angebot unterstützt wird, eins ist immer gleich: "Es gibt keine Verwaltungskosten. Die Gelder kommen zu 100 Prozent dem Stiftungszweck zugute", betont Hamann, der die Kosten für Miete, Porto oder Steuerberatergebühren aus eigener Tasche bezahlt.

Fokus auf Bildungschancen

Künftig werde sich die Arbeit der Stiftung noch stärker auf den Bereich der Bildungschancen konzentrieren, sagt Reinhard Gatzke. "Es geht um kleine, feine und innovative Projekte, die Impulse setzen."

Konkret wurde Folgendes für 2017 beschlossen:
Die Hildener Musikschule, deren Arbeit die Stiftung seit 2006 unterstützt, kann weiterhin besonders talentierte Schüler mit Stiftungsgeldern gezielter fördern. Derzeit erhalten zehn Mädchen und Jungen unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen Instrumentalklassen Zuschüsse zu den Unterrichtsgebühren. Insgesamt wurden so bislang 35 Schüler gefördert, darunter viele "Jugend musiziert"-Preisträger und zwei Musikstudenten. Für das erste Halbjahr 2017 hat die Stiftung hierfür 1630 Euro zugesagt.

Außerdem werden zusätzliche Workshops ermöglicht. "Hier können die Schüler lernen, was sonst im Unterricht nur angetippt werden kann", freut sich Musikschulleiterin Eva Dämmer. 2017 geht es um die Themen "Improvisation" und um Bühnenpräsenz und Lampenfieber, pro Workshop gibt es 500 Euro.
Ebenfalls unterstützt werden die Hildener Lernpaten, die sich um Sprachförderung und Hausaufgabenbetreuung kümmern. Sie kommen in die Schulen und betreuen die Kinder 1:1. "Sie leisten Großartiges - still und unentgeltlich", lobt Reinhard Gatzke die Arbeit der 56 Lernpaten um Projektleiter Detlef Recha. Unterstützt werden die Lernpaten mit 520 Euro, mit dem der Jahresausflug der 92 Schüler und ihrer Paten zum Hildener Mitmachzirkus ermöglicht wird.

Förderung der Gemeinschaftsgrundschule Schulstraße

Die Gemeinschaftsgrundschule Schulstraße hat Wolfgang Hamann und Reinhard Gatzke mit gleich drei Ideen überzeugen können. Insgesamt kommen 3.400 Euro der Schule zugute. In Kooperation mit dem Schauspielhaus Düsseldorf lernen die Kinder das Theater, die verschiedenen Genres und die Arbeit hinter den Kulissen kennen.

Für die Herbstferien ist das Angebot "Voltigieren im Nachmittagsbereich" geplant. Hier geht es nicht in erster Linie um das Reiten lernen, sondern um die Beziehung zum Pferd. Das Angebot richtet sich zum Beispiel an Flüchtlingskinder und an Kinder der Graf-Recke-Stiftung mit traumatischen Erlebnissen.

Die dritte Zusage gab es für die Förderung des Projekts "Musikalisches Trommelabenteuer". "Man kann sich nicht nur über die Sprache, sondern auch mit Trommeln unterhalten", freut sich Schülerin Emely, acht Jahre, auf das Angebot.
Ebenfalls von der Stiftung profitiert das Integrationsangebot für junge Flüchtlinge: 2.640 Euro werden bereitgestellt, um junge Männer an den Alltag in Deutschland und an Normen und Werte heranzuführen. Freizeitgestaltung, Fahrradfahren im dichten Straßenverkehr, einen Film zum Thema Heimat drehen - das sind einige Aspekte des Angebots.

"Tipps und Tricks der digitalen Selbstverteidigung"

Mit Beleidigungen und Diffamierungen in den Sozialen Netzwerken befasst sich das Projekt "Gemeinsam gegen Cybermobbing", das von der Stadt Hilden entwickelt wurde und das nun in den fünften Klassen des Helmholtz-Gymnasiums startete. "Unsere fünften Klassen lernen die Tipps und Tricks der digitalen Selbstverteidigung", freut sich Schulleiterin Barbara Krieger. Die Stiftung hilft hier mit 2000 Euro.

Eine Starthilfe von 500 Euro gibt es zudem für ein neues Angebot der Marie-Colinet-Sekundarschule. Unter dem Titel "Ich bin das Mariechen" soll Schülern schnell und unkompliziert geholfen werden, wenn der Zirkel kaputt ist oder die benötigte Bewerbungsmappe zu teuer. "Für große Ausgaben wie die Teilnahme an der Klassenfahrt gibt es das Bildungs- und Teilhabepaket, für die kleinen Sorgen das Mariechen, das bei der Schulsozialarbeiterin steht", sagt Schullleiterin Sabine Klein-Mach.

Für die nähere Zukunft planen die Stiftungsmitglieder zudem Partnerschaften mit den Hildener Kinder- und Jugendparlamenten.
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.