High-Tech-Betrieb im Hildener Gründerzentrum

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Peter Suxdorf und Mathis Schweitzer, Gründer von SIB Tooling, stellen Bürgermeisterin Birgit Alkenings und Peter Heinze von der Wirtschaftsförderung ihre Arbeit vor. (Foto: Stadt Hilden)
Hilden: Gewerbepark-Süd |

Neben jungen Start-ups wagt immer häufiger auch die Generation 40+ den Schritt in die Selbstständigkeit. „Diese Existenzgründerinnen und -gründer können in der Regel auf jahrzehntelange Erfahrung in ihrer Branche zurückgreifen“, erklärt Hildens Wirtschaftsförderer Peter Heinze. „Sie bringen nicht nur Know-How mit, sondern häufig auch Kunden und Kapital.“ Die Stadt Hilden ist deshalb bestrebt, auch für diese Zielgruppe attraktiv zu sein.

Umso mehr freut sich Heinze über den jüngsten Neuzugang im Gewerbepark-Süd: Seit Juni diesen Jahres stellt SIB Tooling hier individuelle Zerspanungswerkzeuge und Sonderlösungen für den Maschinen- und Anlagenbau her. Ein weiteres Betätigungsfeld sind Verschleißschutz-Komponenten aus Hartmetall.

Die Firma ist neu, aber die beiden Gründer sind schon lange im Geschäft: Der Techniker und Werkzeugmachermeister Peter Suxdorf, geboren 1969, verfügt über technisches Wissen aus mehr als 20 Jahren selbständiger Tätigkeit und Expertise im Bereich der Zerspanungstechnik. Mathis Schweitzer, Jahrgang 1964, sammelte als Industriekaufmann und Vertriebler im metallverarbeitenden Mittelstand, im technischen Handel und freiberuflich 30 Jahre lang Erfahrungen und Kontakte.
Über einen gemeinsamen Bekannten lernten sie sich 2010 kennen und fanden auch beruflich zueinander.

Gemeinsam haben sich Suxdorf und Schweitzer jetzt einen Traum erfüllt: Im Gewerbepark-Süd bieten sie unter anderem Individualwerkzeuge und individuelle Schneidtechnik, zum Beispiel für Gummiwalzen und Sonderbauteile. „Auf unsere Highend-Maschinen sind wir sehr stolz“, freut sich Peter Suxdorf. „Vom 5-Achs-Schleifen bis zum Mehr-Achs-Fräsen ist mit ihnen fast alles möglich.“ Bei SIB Tooling kann der Werkzeugmacher endlich seiner eigentlichen „Berufung“ nachgehen und gemeinsam mit dem Kunden innovative Sonderlösungen entwickeln und bauen.

Den kaufmännischen Part übernimmt bei SIB Tooling Mathis Schweitzer. Dem Ratinger liegt das Verkaufen im Blut. „Wir setzen auf Qualität statt Quantität“, verspricht der Industriekaufmann. „Viele unserer Kunden kennen uns bereits von früher und wissen unser Know-How, aber auch unsere Verlässlichkeit zu schätzen.“ Der Abnehmerkreis kommt zum großen Teil aus Deutschland, einige Produkte liefert SIB Tooling auch in die USA, nach Österreich, in die Schweiz, in die Benelux-Union, nach England und Dänemark. „Unsere Auftraggeber finden wir überall dort, wo Speziallösungen in kleiner Stückzahl mit hoher Wertigkeit gebraucht werden“, erklärt Schweitzer. „Die Auflagenzahl reicht in der Regel von 5 bis 500 Stück.“

Um der starken Nachfrage gerecht werden zu können, hat die Doppelspitze bereits einen dritten Mann mit ins Boot geholt: „Er ist Werkzeugmacher alter Schule, mit dem Geist von heute und 30 Jahren Erfahrung. So jemanden findet man selten!“, unterstreicht Mathis Schweitzer.

„Zukünftig werden wir auch weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen“, weiß der Kaufmann. Auch über die Einrichtung eines Ausbildungsplatzes denke man angesichts des Fachkräftemangels nach. Spielfelder, Ideen und Kontakte gebe es um mindestens fünf weitere Leute einzustellen. „Zuerst müssen wir uns aber fertig eingespielt haben und angekommen sein!“

Letzteres fällt den beiden Rheinländern in Hilden nicht schwer: Nicht nur die geografische Lage zwischen Ratingen und Dormagen war für Suxdorf und Schweitzer ein Glücksfall. Im Rahmen seiner freiberuflichen Tätigkeit hatte Mathis Schweitzer den Gewerbepark-Süd schon früher kennengelernt: „Hier arbeitet es sich wie in einem kleinen Dorf. Man kennt sich, spricht miteinander und trifft sich auch mal an der Imbissbude“, schwärmt der Vertriebsleiter. Außerdem sei das Areal hervorragend angebunden.

Auch für Hilden ist die Ansiedlung der SIB Tooling in mehrfacher Sicht ein Gewinn: „In Hilden gibt es viele kleine und größere Unternehmen, die individuelle Werkzeuge benötigen“, weiß Bürgermeisterin Birgit Alkenings. „Zum Beispiel im Bereich Automotive.“ Nicht immer haben diese Firmen aber die nötigen Spezialkenntnisse oder Kapazitäten, um sie selbst herzustellen. In Zukunft finden sie in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft Hilfe.
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