Prinz Hildanus Thomas II. und Prinzessin Hildania Sabine II. fiebern dem Straßenkarneval entgegen

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Prinz Hildanus Thomas II. und Ihre Lieblichkeit, Prinzessin Sabine II. in ihren prächtigen Gewändern. (Foto: Michael de Clerque)

Sie ist spontan Prinzessin geworden; er kennt das närrische Treiben seit Jahren genau und wollte erst später das Zepter übernehmen: Nun aber genießen Prinz Hildanus Thomas II. und Prinzessin Hildania Sabine II. die Session in vollen Zügen.

Plötzlich ging alles ganz schnell: „Es war ganz spontan“, erinnert sich Prinzessin Sabine II., im bürgerlichen Leben Sabine Blasko. Zuhause gab es Rückhalt für das närrische Amt, und als auch ihr Geschäftspartner Unterstützung zusagte, gab sie Thomas II. (Thomas Scharnweber) wenige Tage nach seiner Anfrage grünes Licht.

Auch der Präsident des Carnevals Comitees Hilden (CCH) hatte sich kurzfristig dazu entschlossen, das hohe jecke Amt zu übernehmen: Ursprünglich wollte er seine Zeit als Prinz mit dem CCH-Jubiläum in drei Jahren zusammenlegen. Aber die anderen Interessenten für das Amt mussten absagen. Also: „Wenn ich keinen finde, muss ich es selber machen“, begründet Thomas II. seinen Entschluss.

Es ging alles ganz schnell


Eine Entscheidung, die beide nicht bereuen, im Gegenteil: „Schön ist es! Sehr schön!“, sind sie sich einig – auch wenn sie weniger Zeit als üblich hatten, um sich auf die Session vorzubereiten. Vom Anpassen der Ornate über das Bestellen des Wurfmaterials bis zur Einübung der höfischen Etikette: Es musste alles ganz schnell gehen.

Für Thomas II. freilich war vieles altbekannt: „99 Prozent der Termine sind dieselben – die Präsidentenkette wird gegen die Prinzenkette ausgetauscht.“ Trotzdem: Die Bühne gehört dem Prinzen, nicht dem CCH-Präsidenten. Und so gibt es auch für den erfahrenen Karnevalisten ergreifende Augenblicke: „Der Einzug bei der Prinzenkürung, das ist ein richtiger Gänsehaut-Moment.“

Vorgaben der höfischen Etikette


Der Adjudant kümmert sich um die Pelze. Solange das Prinzenpaar Ornat trägt, darf es ohne Hofdame oder Adjudanten niemanden alleine sprechen, und auch für den Einzug und natürlich für die Verleihung der Orden sieht die Etikette besondere Vorgaben vor. „Früher wurde sogar der Gang mit Büchern auf dem Kopf geübt“, erzählt Thomas II.

Längst haben die beiden viele Auftritte hinter sich. „Trotzdem ist es etwas ganz Besonderes, wenn man oben auf der Bühne steht – immer wieder“, sagt Sabine II. Besonders genießt das Prinzenpaar den Austausch mit den jecken Hoheiten aus anderen Städten: „Man wird wie eine große Familie. Die Interessen sind gleich: Spaß unter die Leute zu bringen“, sagt Thomas II.

Seit einiger Zeit vergeht kein Tag mehr ohne Auftritt. Auf den Straßenkarneval – am 15. Februar ist Unzug in Unterbach, Rosenmontag geht es um 14.11 Uhr in der Itterstadt los – freut sich das Prinzenpaar zwar besonders. Ein bisschen Wehmut ist aber auch dabei: „Schließlich wird damit auch das Ende eingeläutet.“

"Eine einmalige Sache"


Ein Grund, noch einmal in späteren Jahren ins Ornat zu schlüpfen? „Nein, das ist einfach eine einmalige Sache“, sagen beide bestimmt. Auch wenn sich aufgrund der positiven Sponsorenlage und der Unterstützung der Stadt Hilden niemand privat in Unkosten stürzen müsse, um Prinz oder Prinzessin – auf üblichem Niveau – zu werden. Die Prinzenpaare für die kommenden Jahre stünden ohnehin bereits fest, lässt Thomas II. weiter durchblicken.

Und der Aschermittwoch bedeutet zwar das Ende der diesjährigen Session. Aber auch in der kommenden fünften Jahreszeit stehen für Thomas II. und Sabine I. wieder viele Termine an: Hoppeditzerwachen, Begleitung des neuen amtierenden Prinzenpaares, etwa beim traditionellen Prinzenfrühstück, und, und, und...

In die Rolle des Prinzen kann sich Thomas Scharnweber dann noch mehr hineinversetzen. Das werde ihm künftig bei seiner Arbeit als CCH-Präsident, etwa bei organisatorischen Dingen, helfen, ist er sich sicher: „Ich weiß dann besser: Was erwartet der Prinz?“
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